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 Amancham: Das andere Ich - Teil 5
Geschrieben von Amancham am Sonntag, 20. April 2008 @ 10:08:20 Uhr



Autor: Amancham
E-Mail Adresse: amancham@gmx.net
Homepage: http://fiction.intayale.de
Titel: Das andere Ich
Inhalt: Auch wenn es Charles nicht zugeben will... die Begebenheiten der letzten Tage haben ihn nachdenklich gestimmt. Aber manche Themen sind leider wirklich schwer zu besprechen ... da gibt es womöglich bessere Methoden, um sich zu informieren.
Spoiler: Spielt zwischen 1.19 und 1.21
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Teil: 5/?
Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television show "Buffy the Vampire Slayer". They were created by Joss Whedon and belong to him, Mutant Enemy, Sandollar Television, Kuzui Enterprises, 20th Century Fox Television and the WB Television Network.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Gunn/Lindsey
Kommentar: Sorry, ich weiß, ich bin normal schneller mit Updaten... Crazy week und ich musste ja nochmal drüberlesen. Kann euch doch nicht dutzende von Flüchtigkeitsfehlern vor den Latz knallen ... aber nu geht's weiter ;) Warnings: Slash, H/C, BDSM, Dark





Kapitel 5

Stunden später lag Charles in seinem Bett und ließ den Abend erneut vor seinem inneren Auge Revue passieren. Er wusste noch immer nicht so recht, was er von der ganzen Sache halten sollte. Jim hatte sich als äußerst hilfreich herausgestellt, nachdem er endlich seinen Willen bekommen hatte und hatte jede noch so dumme oder intime Frage von Charles beantwortet.

Eigentlich war es interessant gewesen und der Junge hatte ihm die meisten Erklärungen im Hinblick auf Frauen geliefert. Der Mann hatte also einen G-Punkt. Davon hatte Charles bis zu diesem Moment nie etwas gehört und er fand es eigentlich sehr faszinierend. Er ertappte sich sogar bei der Überlegung ob der wohl schwer zu finden war. Ein paar Probleme hatte er bei der ganzen Sache schon noch. Definitiv hatte Charles keine Ambitionen, Lindseys Geschlecht mit dem Mund zu liebkosen, aber Jim hatte nur gelacht und gemeint, dass das auch gar nicht Sinn und Zweck von Dominanz war und dass es dem anderen Mann vermutlich viel lieber war, ihn zu verwöhnen.

Trotzdem konnte sich Charles nicht wirklich dazu durchringen, sich auf Lindsey einzulassen. Es war einfach zu abwegig und der Gedanke zu ungewohnt. Seufzend drehte er sich auf die Seite und rollte sich etwas ein. Die kleine Nachttischlampe spendete tröstendes Licht und als Charles endlich die Augen schloss tauchte in seinem Traum nicht das Ding aus dem Keller auf, wie es sonst immer der Fall gewesen war. Dieses Mal tauchte Lindsey auf. Sie redeten, Lindsey war frech und sarkastisch wie eh und je. Und dann kam wieder das Thema auf, das Charles eigentlich hatte verdrängen wollen. Dominanz.

Zu seiner maßlosen Überraschung erwachte Charles diesen Morgen, weil der Wecker losklingelte. Verwirrt starrte er auf die Uhr, blinzelte und blickte erneut darauf. Tatsächlich war es halb acht Uhr morgens. Ein erfreutes Lächeln zog sich über seine Lippen, bis ihm bewusst wurde, dass er hart war.

„Fuck!“, knurrte er missmutig und lugte unter die Decke. Es konnte einfach nicht sein. Aber es war definitiv eine handfeste Erektion und keine einfache Morgenlatte. Dabei war in seinem Traum doch nichts passiert. Und überhaupt war er nicht scharf auf Lindsey oder Männer generell. Aber die Gespräche über Dominanz und Unterwürfigkeit hatten ihn ganz offensichtlich genug erregt. Eigentlich sträubte er sich noch immer gegen den Gedanken, dass tief in ihm ein Sadist schlummern könnte, ein dominanter Teil, den er bisher unterdrückt hatte. Das war sicherlich nicht der Fall. Andererseits würde er das nur herausfinden, wenn er es ausprobierte. Seufzend stand er auf und huschte unter die kalte Dusche. Er würde Lindsey bei Gelegenheit noch einen Besuch abstatten. Nur um zu reden, natürlich.

~*~

 

Obwohl Charles dieses Mal wirklich ausgeschlafen und recht fit war, fiel es ihm schwer, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Seine Gedanken drifteten ständig ab. Wieder schüttelte er den Kopf und senkte den Blick erneut auf die Unterlagen. Es war langweilig, es interessierte ihn nicht und er hatte ohnehin keine Lust mehr, die bösen Jungs vor Gericht zu vertreten. Er hatte die Nase gestrichen voll von der ganzen Scheinheiligkeit hier. Und auch von Angel, der in seinem Chefsessel saß, Entscheidungen traf und dabei ganz offensichtlich nur noch das Wohlergehen der Firma im Kopf hatte. Allem Anschein nach war ihm sein Posten wirklich zu Kopf gestiegen.

Es war noch nicht einmal Mittag, als er mit einer genervten Geste einen Teil der Akten von seinem Tisch wischte und zwischen zusammengebissenen Zähnen einen gepressten Laut der Frustration ausstieß. Die Tür zu seinem Büro ging plötzlich auf und ausgerechnet Lorne steckte den Kopf herein.

„Alles in Ordnung? Ich kam gerade hier vorbei und … na ja.“ Charles seufzte, lehnte sich zurück und schloss die Augen. Langsam, ganz langsam schüttelte er den Kopf. Er versuchte an etwas anderes zu denken als all die Dinge, die ihm schon den ganzen Vormittag durch den Kopf schossen. Das Letzte, was er jetzt brauchen konnte, war dass Lorne womöglich irgendetwas davon auffing. Auch wenn er gerade nicht sang und nicht einmal summte, hatte er regelrecht Panik, dass der empathische Dämon trotzdem irgendwas aufschnappen könnte. „Du siehst furchtbar aus. Kann ich dir helfen?“, erkundigte sich Lorne hilfsbereit.

„Nein.“ Charles schüttelte erneut den Kopf. „Ist einfach alles, verstehst du? Zu viel passiert … Fred … und ich war … und die Dimension … ich kann nicht schlafen, ich bin ständig übermüdet und dauernd denke ich daran, dass …“

„Himmel, beruhig dich!“, meinte Lorne fast schon liebevoll. „Nimm dir vielleicht einen Tag Urlaub.“ Charles schnaubte.

„Ich stecke bis über beide Ohren in Arbeit. Ich kann keinen Urlaub nehmen.“

„Soll ich mit Angel …“

„Nein!“ Charles richtete sich wieder auf. „Nein. Ganz sicher nicht. Ich krieg das schon wieder in den Griff. Bin nur im Moment etwas durch den Wind. Schon okay.“ Er wusste, dass ihm offene Panik ins Gesicht geschrieben stehen musste. Charles konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass er auch nur halb so ruhig und abgebrüht aussah, wie er es gern gehabt hätte. Im Moment konnte er nur hoffen, dass Lorne sein Entsetzen auf Angst vor dem Boss schieben würde oder sonst etwas. Er durfte nicht erfahren, dass … Rasch konzentrierte sich der Mann auf etwas anderes.

„Ich meinte ja nur. Du brauchst wirklich eine Auszeit. Ganz ehrlich.“

„Krieg das schon in den Griff“, murmelte Charles abweisend. „Danke, Lorne. Aber ich bin schon erwachsen, okay? Ich weiß, wann es zu viel ist und dann werde ich einfach ein paar Tage Urlaub nehmen oder krank machen oder sonst etwas. Ich komme klar.“

Der Dämon sah ihn nachdenklich an und Charles’ Herz begann zu rasen. War es möglich, dass Lorne tatsächlich etwas merken konnte, auch wenn er gar nicht sang? Waren seine Gedanken unter Umständen so laut, dass der Grüne sie einfach empfangen musste? Er betete insgeheim, dass dem nicht so war.

„Na schön“, erklärte Lorne etwas pikiert und verließ das Büro. Charles sank in den Sessel und atmete erleichtert auf. Das war ja nun wirklich verdammt knapp gewesen! So etwas durfte unter keinen Umständen noch einmal passieren. Er musste sich endlich wieder in den Griff bekommen. Wütend über sich selbst, dass er sich derartig hatte gehen lassen, stand Charles schließlich auf und sammelte das Papier wieder ein, das er kurz zuvor auf den Boden geschubst hatte. Mit einem beinahe wehmütigen Seufzen betrachtete er das Durcheinander.

„Großartig, Mann. Jetzt kannst du den ganzen Mist noch mal sortieren“, knurrte er genervt. „Aber nicht jetzt.“ Er legte den ungeordneten Stapel wieder auf den Tisch und verließ das Büro. Im Moment würde er ohnehin nichts fertig bekommen, wenn seine Gedanken ständig irgendwo anders waren, nur nicht bei der Arbeit. Er ging in Richtung Aufzug.

„Gunn.“ Er wandte sich um und sah Angel erwartungsvoll an. „Ich will die Akte über den Barjun-Dämon in einer Stunde auf meinem Tisch sehen. Die ist schon zwei Tage überfällig“, erklärte Angel. Sie sahen einander gerade lange genug an, dass Angel sichergehen konnte, dass Charles den Befehl verstanden hatte, dann bog der Vampir auch schon um die Ecke und war verschwunden. Völlig überrumpelt stand Charles noch einen Moment im Gang, ehe er auf dem Absatz kehrt machte und zurück in sein Büro ging. Er ließ die Türe äußerst geräuschvoll ins Schloss fallen, sank von innen dagegen und ballte die Hände zu Fäusten.

„Vielleicht hättest du dann jemand anders damit beauftragen sollen, Boss!“, herrschte er die Wand vor sich an. Er kochte innerlich. Natürlich, die Geschäfte mussten laufen und Angel hatte Recht. Die Akte war überfällig. Allerdings war das einer der Fälle, die Charles am Liebsten abgegeben hätte. Einer der Fälle, wo er den Bösen Buben aus dem Schlamassel ziehen musste. Aber streng genommen tat er nichts anderes mehr. Es war wohl das erste Mal, dass er sich dachte, dass er früher als Schläger von der Straße mehr für die gute Sache erreicht hatte als jetzt da er Anwalt war. Ein zutiefst frustrierender Gedanke.

Exakt 55 Minuten später klopfte Charles bei Angel an die Tür, erhielt jedoch keine Antwort. „Oh, der Boss ist nicht da“, erklärte ihm Harmony, die in dem Moment wieder an ihren Empfangstisch zurückkehrte.

„Und wo ist er? Er wollte diese verdammte Akte auf seinem Tisch haben. In …“ Er warf einen Blick auf die Uhr. „In fünf Minuten.“

„Das muss ein Missverständnis sein.“ Harmony sah ihn mit großen Augen an. „Angel ist für die nächsten 3 Stunden in einem Meeting und das schon seit halb.“ Charles starrte die junge Frau – Vampirin – entgeistert an. Dann knallte er die Akte auf ihren Tisch und ging.

„Stell sicher, dass er das Ding bekommt, wenn er aus seinem Meeting kommt“, murrte er genervt, als er endlich das Weite suchte.

~*~

Irgendwie hasste Charles die Tatsache, dass er jedes Mal beim Wachmann vorsprechen musste. Aber daran ließ sich wohl nichts ändern. Er betrat den Raum, als ihm der Kerl endlich die Tür öffnete und wartete schweigend, bis sie hinter ihm wieder ins Schloss gefallen war. So ganz sicher, war er sich noch immer nicht, ob das überhaupt nur annähernd eine gute Idee war. Lindsey war ja geradezu berühmt für seine Gabe, jeden auf die Palme zu bringen und nach der Sache mit Angel und der Akte war Charles ohnehin noch am Kochen. Vielleicht sollte er lieber in sein Apartment fahren und kalt duschen, anstatt hier herunter zu kommen. Doch dazu war es jetzt auch schon zu spät.

Geradezu neugierig blickte ihm Lindsey entgegen, lächelte dann. „Du überraschst mich wirklich. Ich hätte schwören können, dass ich dich gestern zum letzten Mal gesehen habe.“

„Ich bin schwer abzuschütteln“, scherzte Charles, noch immer am Überlegen, wie er das Gespräch jetzt am besten in die richtige Richtung lenken konnte.

„Hm. Ich wollte grade sagen, dass es schön ist, dass du hier bist, aber so wie du aussiehst, sollte ich lieber die Klappe halten.“ Lindsey lehnte sich wieder zurück gegen die Wand. Diesmal grinste er nicht. Er beobachtete ihn nur, musterte ihn. Seine blauen Augen schienen sich geradezu in Charles’ Augen bohren zu wollen.

„Was?“

„Du bist auf 180 und ich will nicht riskieren, dir auf den Zeiger zu gehen. Am Ende kommst du dann wirklich nicht mehr. Deine Besuche sind eine willkommene Abwechslung.“ Erneut musterten ihn die blauen Augen nachdenklich und jetzt zog sich doch ein Lächeln über seine Lippen. „Oder bist du hier, um mal ein bisschen Dampf ablassen zu können?“, schmunzelte Lindsey. Eigentlich wollte Charles widersprechen, irgendwie reagieren, doch das konnte er nicht. Die Augen nahmen ihn gefangen. Fast hatte er das Gefühl, dass Lindsey gerade versuchte, ihn zu hypnotisieren. Ein verstörender Gedanke. Endlich gelang es ihm, seinen Blick loszureißen. Er schüttelte den Kopf und trat zu den beiden Stühlen, ließ sich auf einem nieder und stieß die Luft aus.

„Nein, bin ich nicht.“

„Warum nicht?“, erkundigte sich Lindsey und fast gewann Charles den Eindruck, dass er enttäuscht war.

„Ist nicht mein Fall. Ich glaube nicht, dass ich das könnte. Ich meine ...“ Charles schüttelte sich leicht. „Kannst ruhig lachen, wenn du meinst. Bin kein Sadist.“ Lindsey schüttelte langsam den Kopf, sein Blick blieb ernst.

„Ich lache nicht. Kann das schon verstehen.“ Verwirrt sah Charles sein Gegenüber erneut an.

„Kannst du?“

„Sicher. Bin auch kein Sadist.“ Lindsey zwinkerte frech. „Ich persönlich finde keinen Gefallen daran, anderen Schmerzen zuzufügen. Ich bin sarkastisch, das ist manchmal vermutlich noch schlimmer als den Leuten einfach eine saftige Ohrfeige zu verpassen. Aber das mache ich nicht, weil es mich anturnt. Das ist meine Art, an der sich die meisten stoßen. Aber das bin nun mal ich.“

„Ich werde aus dir nicht schlau, Lindsey“, gab Charles schließlich zu.

„Was meinst du damit?“

„Jedes Mal, wenn ich denke, ich kapier endlich wie du tickst, sagst du irgendwas und ich hab wieder ein völlig anderes Bild von dir.“

„Ganz normal. Ich weiß selbst nicht so genau, wie ich ticke.“ Lindsey lachte leise. „Hab auch längst aufgegeben, mich verstehen zu wollen. Aber zurück zu dir, Gunn. Was is’ da oben los? Du dampfst ja fast.“ Eigentlich hätte Charles nichts lieber getan, als sich mal so richtig bei Lindsey auszukotzen. Doch irgendwo in seinem Gehirn drang eine warnende Stimme durch, die ihn daran erinnerte, dass Lindsey der Feind war und man ihm nicht trauen konnte.

„Das übliche. Ist einfach alles nervig, im Moment.“

„Ich verstehe schon.“ Charles hätte schwören können, dass Lindsey verletzt klang und beinahe tat es ihm leid, dass er so abgeblockt hatte. Aber vermutlich bildete er sich das nur ein, weil er Lindsey gerne auf ihrer Seite gesehen hätte, weil er ihm gerne vertraut hätte und an das Gute in ihm glauben wollte. „Gut, du willst mir also nicht erzählen, was dich nervt. Warum bist du dann hier?“, erkundigte sich Lindsey. Und wieder klang er distanziert und überheblich. Charles seufzte müde. Der Kerl war wohl das komplizierteste Lebewesen, das ihm bislang untergekommen war.

Diesmal war es Charles, der den Anderen aufmerksam betrachtete. Er lächelte schwach.

„Hey, tut mir leid, okay? Ich hab einfach wirklich keine Lust, mich darüber aufzuregen. Hatte gehofft, wieder auf andere Gedanken zu kommen.“ Lindsey schnaubte und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Dann mach nen Vorschlag. Das was mir spontan in den Sinn käme, passt dir ja auch nicht.“

„Warum bist du so scharf drauf?“

„Warum sträubst du dich dagegen?“

„Warum willst du mich zu etwas bringen, was ich nicht von mir aus will?“

„Warum bist du hier, wenn nicht deswegen?“

„Ich bin nicht deswegen hier, Lindsey.“

„Natürlich. Wenn du mir jetzt erklärst, dass du meinetwegen hier bist fange ich an zu kotzen.“

„Lindsey.“

„Du nutzt meinen Namen ab.“ Charles seufzte wieder. Zu seiner Überraschung tat es ihm Lindsey jedoch gleich. Er schloss die Augen und ließ den Kopf gegen die Wand sinken. „Ich dreh hier noch durch“, murmelte er leise. „Macht mich wahnsinnig. Nichts zu tun. Aber auch gar nichts. Ich bekomme hier unten nicht einmal ein Buch oder sonst etwas. Tut mir leid, Mann. Eigentlich bin ich wirklich dankbar für deine Besuche. Bin einfach nur frustriert. Das fällt mittlerweile eben auf.“

„Sexuell frustriert?“, erkundigte sich Charles vorsichtig, unsicher, ob er die Antwort wirklich wissen wollte.

„Was denkst du denn? Wie gesagt: Ist schon ein Weilchen her … Aber nicht nur. Allgemeine Frustration, denke ich.“ Er hatte die Augen längst wieder geöffnet, abermals fixierte er Charles mit diesem durchdringenden Blau. Ein Muskel in seiner Wange zuckte kurz, als Lindsey wohl die Zähne aufeinander biss. Charles nickte. Ganz langsam. War er wirklich fähig dazu? Wollte er es? Allerdings hatte Lindsey nicht ganz Unrecht. Etwas Dampf ablassen zu können hätte ihm generell auch mal ganz gut getan.

Keiner von Beiden sagte etwas und wieder senkte sich Stille herab. Schließlich räusperte sich Charles.

„Darf ich dich etwas Persönliches fragen, Lindsey?“ Der junge Mann lachte leise.

„Schon vergessen? Ich dummer kleiner Gefangener hier? Kein Privatleben und so?“ Aber das wollte Charles nicht als Antwort gelten lassen. Gefangener hin oder her, er wollte Lindsey nicht zu nahe treten. „Schieß schon los. Jetzt bin ich neugierig“, schmunzelte dieser schließlich.

„Hattest du schon … Ich meine …“

„Sex mit Männern?“, mutmaßte der junge Mann belustigt. Charles nickte knapp und er spürte, wie ihm eine gewisse Hitze in die Wangen stieg. Das war einfach ein Thema, das man eigentlich nicht besprechen sollte. „Ja.“ Lindsey zuckte die Schultern. „Ist leichter, da jemanden zu finden, der auf die Dominanz-Spielchen steht.“ Er zwinkerte. „War auch mal bei einer Domina, aber das war nicht so mein Fall.“ Charles senkte etwas den Kopf, als ihm klar wurde, dass Lindsey seinen Blick suchte. „Geschockt?“

„Nein.“

„Lügner.“

„Okay. Klar. Kann mir so was nicht vorstellen. Aber ich meine … jedem das Seine, nicht wahr?“ Lindsey antwortete darauf nur mit leisem Lachen. „Gehen wir mal davon aus … ich meine, nur so als Annahme …“ Charles räusperte sich. Er war völlig verunsichert. Lindsey behielt das Lächeln bei, allerdings war es nicht das übliche, herablassende oder sarkastische Lächeln, das man sonst auf seinen Lippen fand. Es war ein warmes Lächeln, freundlich und beinahe bewundernd.

„Ganz ruhig“, meinte er fast schon sanft. „Muss dir nichts peinlich sein, okay? Ich werde auch nicht lachen und ich werde nicht schlecht von dir denken oder sonst etwas. Ganz im Gegenteil. Finde es bewundernswert und sehr mutig.“ Seine Stimme war leise. Charles räusperte sich erneut.

„Schön. Gehen wir mal davon aus, dass ich das wirklich probieren will … Dampf ablassen, oder so. Ahm … wovon reden wir hier? Sadomaso? Ketten, Handschellen, Peitschen, Kerzenwachs?“ Es entging Charles nicht, dass Lindseys Mundwinkel kurz zuckten, doch er hielt Wort und lachte nicht.

„Hört sich an, als hättest du dich etwas über die Thematik informiert“, meinte er schließlich. „Gute Frage. Die Grenze zwischen Lust und Schmerz ist sehr dünn, obwohl sie bei mir recht weit oben liegt. Bin allerdings einmal an jemanden geraten … uh!“ Lindsey schüttelte den Kopf und verzog das Gesicht. „Das war echt übel. Egal.“ Er fixierte Charles erneut. „Bei Peitsche und Gerte halte ich recht viel aus. Kerzenwachs, einfach genial. Handschellen gerne … aber mit Maß und Ziel.“ Er hob die Hände und wies auf die weißen Verbände um seine Handgelenke. „So was sollte nicht passieren“, erklärte er schmunzelnd. „Aber an sich mag ich Bondage.“ Er kratzte sich am Kinn. „Elektrostimulation, Reizstrom? Keine Chance. Einmal und nie wieder. Was sonst? Figging: ja, muss aber nicht allzu häufig sein. Fisting: nein. Ich meine…“ Er hob seine Hand und spreizte die Finger, presste sie dann eng zusammen, schüttelte den Kopf. „Nee. Zu viel des Guten.“ Er grinste breit. „Knebeln oder Augen Verbinden ist auch in Ordnung, aber natürlich nicht alles auf einmal.“ Lindsey schnipste mit den Fingern „Na? Bist du noch bei mir?“

Charles wurde regelrecht aus seinem tranceartigen Zustand gerissen. Mit großen Augen und unfähig, irgendetwas zu erwidern, starrte er Lindsey an. Er schluckte schwer und war sich mittlerweile längst sicher, dass es ein Fehler gewesen war, das Thema überhaupt anzusprechen.

„Charles?“ Lindsey sprach ihn geradezu sanft an. Aber Charles hatte im Moment wirklich Schwierigkeiten, seine Stimme wieder zu finden. Der Andere stand von der Pritsche auf und kam zu ihm herüber, ließ sich vor ihm auf den Boden nieder. Lindsey legte die Unterarme auf Charles’ Oberschenkeln ab und sah ihn von unten herauf an. Babyblaue Augen, groß und alles in ihren Sog ziehend, suchten nach seinem Blick. „Hey.“ Fast klang Lindsey liebevoll, auf jeden Fall verständnisvoll. „Wollte dich nicht so schocken. War bisschen viel auf einmal, huh?“ Schweigend nickte Charles. „Entschuldige.“

„Ich … Mann. Die Hälfte von dem was du gefaselt hast, hab ich nicht mal verstanden!“, entfuhr es Charles endlich.

„Verstehe schon.“ Lindsey lächelte schwach. „Ich könnte ja jetzt versuchen, dir das alles zu erklären … aber da bin ich wirklich nicht der Richtige für. Ich kann dir eine generelle Richtung geben, was bei mir geht und was nicht, aber das ist nicht das, was du brauchst. Nicht wenn du auch nur annähernd mit dem Gedanken spielst …“

„Da bin ich mir nicht mehr so sicher“, stammelte Charles verunsichert. „Gar nicht mehr.“

„Hm.“ Lindsey legte die Stirn in Falten. „Zu schade, dass wir nicht zu Aaron gehen können. Der wäre meine erste Wahl.“

„Was? Wohin gehen? Ich will nirgendwohin gehen. Ich bin mir schon nicht sicher, ob ich die Bossrolle übernehmen will … ganz sicher steh ich nicht auf gefesselt und ausgepeitscht werden.“ Charles Stimme überschlug sich fast.

„Ganz ruhig! Lassen wir die Sache. Ich hatte gehofft, hier mal wieder raus zu kommen. Tapetenwechsel. Aber das ist ja eh nicht möglich, also hör auf, hier in Panik auszubrechen. Außerdem lass ich Aaron lieber mit mir spielen als dass jemand anders sein Vergnügen haben darf und ich nur zugucken muss.“

„Zusehen?“

„Sicher. Hast du erwartet, ich würde von dir verlangen, da mitzumischen?“ Lindsey schmunzelte. Dann jedoch seufzte er und legte zu Charles’ blankem Entsetzen die Wange gegen seinen Oberschenkel. Fast kuschelte er sich schon an. „Ich geh hier einfach ein. Das ist alles.“

„Fühle mich hier bedrängt!“, presste Charles beinahe panisch hervor. Lindsey drehte den Kopf leicht, blickte ihn von unten herauf an, mit großen, geradezu bettelnden Augen, doch gleich darauf richtete er sich wirklich wieder auf.

„Entschuldige.“ Seufzend fuhr sich Lindsey durch die Haare und wandte sich um, lehnte seinen Rücken gegen Charles Beine, als wäre dieser ein Kopfkissen. Obwohl Charles extrem mulmig bei der Sache war, konnte er Lindsey beinahe verstehen. Seit sie ihn aus der Dimension geholt hatte, war er hier unten eingeschlossen, alleine. Kaum Abwechslung, wenig Besuch und eventuelle Besucher hatten sicherlich kein Interesse daran, Lindsey in irgendeiner Weise entgegen zu kommen. Er hatte richtiggehend Mitleid mit dem Kerl, der gerade wie ein braves, folgsames Haustier zu seinen Füßen hockte.

„Hey.“ Charles stupste leicht gegen Lindseys Schulter, der daraufhin nur den Kopf nach hinten auf sein Knie sacken ließ und ihn mit gerunzelter Stirn und fragendem Blick ansah. „Ich muss da nichts machen? Versprochen?“ Lindsey schaffte es irgendwie mit nach hinten gebogenem Hals zu nicken. „Okay.“ Charles holte tief Luft. „Ich bleib vielleicht gar nicht dort, aber du brauchst auf jeden Fall mal nen Tapetenwechsel. Ich werde sehen, was ich machen kann. Wo ist dieser Aaron?“ Lindseys Augen leuchteten regelrecht.

„Geht das überhaupt? Er ist hier in L.A. Halbe Stunde mit dem Auto, von der Kanzlei aus.“

„Kannst du da einfach so auftauchen?“

„Hm. Was für ein Tag ist heute?“

„Dienstag.“

„Wenn er das nicht in den letzten Monaten geändert hat, dann wäre das in Ordnung … Dienstag ist er immer zu Hause und alleine. Vorausgesetzt, ich komm hier so schnell raus.“ Fragende Augen bohrten sich erneut in Charles’ Augen.

„Kann noch nichts versprechen.“

„Trotzdem danke.“ Behutsam aber bestimmt drängte Charles den jungen Mann von sich weg.

„Ich muss wieder nach oben. Arbeit.“ Er seufzte. Lust hatte er bestimmt nicht, sich wieder in sein Büro zu setzen und Akten zu wälzen. Aber er durfte nicht riskieren, dass es am Ende noch auffiel, dass er ständig verschwunden war.

„Klar. Lass dich nicht aufhalten.“ Lindsey blickte ihn über die Schulter an. „Ich komm hier schon klar.“ Sein Tonfall war wieder der vertraute, etwas überhebliche Klang, den Charles so gut kannte. Fast klang es, als würde Lindsey wieder in sein Abwehrschema verfallen, aber dann hätte er sicherlich etwas anderes gesagt. Vielleicht war es nur seine Art, ihm mitzuteilen, dass er schon verstand und ihn wirklich nicht aufhalten wollte. Vielleicht interpretierte Charles aber auch einfach zu viel hinein. Endlich stand er auf und verzog das Gesicht. Er war erleichtert, dass Lindsey ihm wieder den Rücken zugewandt hatte und vor sich auf die Wand blickte. So fiel ihm wenigstens nicht auf, dass Charles schon wieder mit einer leichten Erregung zu kämpfen hatte. Andererseits bezweifelte er ernsthaft, dass es Lindsey nicht aufgefallen war, nachdem er die Wange so vertrauensvoll an seinen Oberschenkel geschmiegt hatte.

„Ich seh’ mal, was ich machen kann und komme nach Feierabend noch mal kurz vorbei. Wenn du willst.“

„Schon vergessen? Ich hier Gefangener. Ich habe keine Wünsche zu äußern und was ich will ist egal.“ Charles hörte, dass Lindsey bei den Worten lächelte und interpretierte die Aussage einfach als etwas verquere Zustimmung. Vielleicht konnte er ja wenigstens ein Buch mitbringen. Irgendetwas, womit sich Lindsey zumindest ein wenig beschäftigen konnte. Er nestelte etwas an seiner Hose herum, bis sie einigermaßen bequem saß und man nicht mehr auf den ersten Blick erkennen konnte, was Sache war, dann bat er den Wärter, ihn hinauszulassen.

Ehe er auch den Vorraum zu den Zellen verließ, hielt Charles erneut Inne. „Ich würde den Gefangenen gerne einmal mitnehmen. Nennen wir es ein Spezialverhör“, meinte er schließlich mit fester Stimme. „Reicht dazu eine Vollmacht von Angel aus? Oder gibt es da andere Regeln.“

„Tut mir leid, Mr. Gunn, aber es ist nicht vorgesehen, dass die Gefangenen das Gebäude verlassen.“

„Nicht vorgesehen bedeutet nicht unmöglich.“

„Nun ja. Wenn Sie darauf bestehen und eine Vollmacht vorliegt, dann können Sie streng genommen mit dem Gefangenen machen was sie wollen. Aber es wird trotzdem nicht gern gesehen und wir brauchen eine Unterschrift von Ihnen, dass Sie ihn wieder hier abliefern. Vertraglich gebunden, versteht sich. Ein ziemlich ausführliches Formular.“

„Besorgen Sie mir eins. Ich will es in zwei Stunden auf meinem Schreibtisch haben. Spätestens.“

„Sehr wohl, Mr. Gunn. Aber was die …“

„Vollmacht müsste längst hier eingetroffen sein. Überprüfen Sie Ihre Post“, knurrte Charles.

„Aber natürlich. Ich werde mich darum kümmern.“

„Gut.“ Damit verließ Charles den Raum endgültig.


So, das war's dann vorerst auch schon wieder. Vielen Dank wieder an all die Leser, die Schweigsamen wie die Kommentierfreudigen ;) Und auch an die Punktegeber. ^^

@AngelSlayer: Macht nichts, wenn du ned zum Lesen gekommen bist. Freue mich, dass du trotzdem nachgelesen hast! *blush* Okay, jetzt werd ich wirklich rot.... Vielen lieben Dank für dein Lob! Und das mit dem Auspeitschen haben wir ja in Kapitel 4 schon geklärt, ne? *g* Hoffe, es gefällt dir weiterhin und lieben Dank für deinen Kommentar!

@Bronx: Na, ich denke, er darf sich anstellen... Er hatte noch nie was mit nem Mann. Ganz ernsthaft: würdest du dich vonner Nutte einfach so befummeln (oder mehr) lassen?? Ich glaube, ICH hätte da auch ernsthafte Bedenken! Ja ich weiß und ich hatte überlegt, es zu ändern. Es hat nichts mit deiner Story zu tun. Charles stand nur plötzlich bei dem und dann dachte ich mir, kann ich auch weiterschreiben, wenn er dem schon in die Arme gelaufen ist. :D
Aber ganz ernsthaft war mir das die beste Möglichkeit. Er will nicht wirklich mit Linds darüber reden, mit Wes, Lorne oder Angel sowieso nicht. Illy fällt auch weg. Wer bleibt Charlie-Boy dann noch???? Also, war das die sicherste Methode, ihn mal bisschen aufzuklären :D
Danke für deinen Kommentar

@Lackluder: Nu hör aber mal auf! Es freut mich natürlich ungemein, dass dir die Story so gut gefällt, aber Künstlerin vor dem Herrn? Wir wollen mal auf dem Teppich bleiben! Freut mich total, dass dir das Kap auch wieder gefallen hat. *knuff* und vielen Dank für deinen lieben Kommi!

@Meg: Na, ich hoffe mal, ich hab deine Spannung und deine Erwartungen nicht enttäuscht, mit dem Kapitel hier ... und natürlich hoffe ich mal, dass es auch weiterhin spannend bleibt. Und nächste Woche bin ich (hoffentlich) allein zu Hause, da sollte ich dann ordentlich vorankommen, mit Schreiben, Drüberlesen und Online stellen, damit ihr nicht mehr so ewig warten müsst.... Ich bemüh mich!
Vielen herzlichen Dank für den Kommentar!!

 


 
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"Amancham: Das andere Ich - Teil 5" | Anmelden/Neuanmeldung | 4 Kommentare | Diskussion durchsuchen
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Re: Amancham: Das andere Ich - Teil 5 (Punkte: 1)
von AngelSlayer auf Sonntag, 20. April 2008 @ 12:29:15 Uhr
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Ha heute bekommst Du dein kommi aber sofort.

Ich weiß gar nicht mehr was ich dir schreiben soll ohne mich zu wiederholen!
Dein Schreibstil ist so genial und ich denke ich hab n neuen Lieblingsautor hier *gg*

*lol* Ich stell mir das grad bildlich vor..Lindsey kommt da mit SM Sachen dir er gunn an den Kopf knallt und der glotzt ihn nur an..

Ich frag mich gerade was das mit ANgel bedeutet? Hat doch bestimmt nen Hintergrund oder?

Der nächtse teil scheint ja äußerst vielversprechend zu werden, wenn Gunn sich tatsächlich darauf einläßt Lin da raus zu holen und mit ihm zu diesem AAron zu fahren..bitte schnell weiterposten- ich will wissen wie´s weitergeht!

LG Dani



Re: Amancham: Das andere Ich - Teil 5 (Punkte: 1)
von Meg auf Sonntag, 20. April 2008 @ 18:58:41 Uhr
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Hey ho,
find ich richtig gut... dieses semi-seriöse Übereinkommen (...) zwischen Lins und Gunn!!! Ist auch super gefährlich, dass er ihn rausbringen will, find ich aber nur gerecht. -Eigentlich.
Und, ja richtig, dieses ominöse Meeeting von Angel? Erst besteht er auf Pünktlichkeit und dann ist er nicht da? Hoffe, Gunn kommt nicht in Schwierigkeiten und wenn doch, dann hoffe ich, er kommt da wieder raus! Oh je, oh je... Hoffe, es geht schnell weiter!!!
*Liebe diese Fic!!!*
hugz,
meg



Re: Amancham: Das andere Ich - Teil 5 (Punkte: 1)
von Lackluder auf Montag, 21. April 2008 @ 13:24:53 Uhr
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„Warum bist du so scharf drauf?“

„Warum sträubst du dich dagegen?“

„Warum willst du mich zu etwas bringen, was ich nicht von mir aus will?“

„Warum bist du hier, wenn nicht deswegen?“

„Ich bin nicht deswegen hier, Lindsey.“



Gott, das ist einfach zu herrlich. Die pure Essenz die zwischenmenschlichen miteinander kommunizierens. LOL

Besser als in jeder langjährigen Ehe. Und Lorne ist auch total sweet.

Und übrigens - du kannst gerne auf dem Teppich bleiben - aber nicht vergessen, dass es auch welche gibt, die fliegen können - grins.



Re: Amancham: Das andere Ich - Teil 5 (Punkte: 1)
von Red-Sydney auf Montag, 13. Oktober 2008 @ 14:41:34 Uhr
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Hach ja, Lindsay, das unbekannte Wesen. So wie du ihn beschreibst, weiß man wirklich manchmal nicht, woran man an ihm ist.

Und das Gespräch mit Gunn über Bondage war ja mal echt genial. Charles kennt gerade mal die Basics und Lindsey bombardiert ihn sofort mit einschlägigen Fachbegriffen. Da ist aber jemand verdammt ungeduldig!

Hm, was mir grade kommt, nur weil ich zurzeit grade ein paar Folgen der fünften Staffel angucke: Ws würde Eve wohl zu den Vorlieben ihres Schatzes sagen? Nicht dass ich Lins/Eve als Pairing wirklich überzeugend finde, aber interessieren würde es mich schon *fg*.

Toller Teil und die Charas sind immer noch im Bereich des Möglichen.







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