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Der Charakter, der übernommen werden muss ist Lindsey, d.h. das Pairing der Story muss Lindsey/XY sein.

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 Amancham: Das andere Ich - Teil 10
Geschrieben von Amancham am Sonntag, 27. April 2008 @ 08:50:40 Uhr



Autor: Amancham
E-Mail Adresse: amancham@gmx.net
Homepage: http://fiction.intayale.de
Titel: Das andere Ich
Inhalt: Wie geht es Lindsey, nach den Strapazen des vorherigen Tages? Und wie kommt Charles damit klar? Wie kommt er mit sich selbst klar? Außerdem wird immer deutlicher, dass Angel sich verändert und Charles fängt an zu grübeln.
Spoiler: spielt ab 5.19
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Teil: 10/18
Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television show "Buffy the Vampire Slayer". They were created by Joss Whedon and belong to him, Mutant Enemy, Sandollar Television, Kuzui Enterprises, 20th Century Fox Television and the WB Television Network.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Gunn/Lindsey
Kommentar: Das erspar ich euch heute mal ;)
Warnings: Slash, H/C, BDSM, Dark






Den Rest des Tages kümmerte er sich um die üblichen Angelegenheiten, aber es kümmerte ihn nicht. Ohne mit der Wimper zu zucken nahm er einen neuen Fall entgegen und traf sich mit seinem Klienten, einem Dämon, der drei Frauen auf dem Gewissen hatte. Er führte eine kurze Unterredung mit Wesley, der noch immer reichlich wirr wirkte und Illyria nicht aus seinem Blick ließ, unterhielt sich kurz mit Lorne, der sich regelrecht beigeistert zeigte, dass es Charles offensichtlich wieder besser ging, und brachte seine Abteilung regelrecht zum Brummen, weil er endlich die liegen gebliebenen Fälle aufarbeiten wollte und jedem der unter ihm stand und gerade verfügbar war, Aufträge erteilte, dass die Angestellten sich ein entsetztes Stöhnen verkneifen mussten.

Er summte vor sich hin, als er festen Schrittes über den Gang ging, um wieder in sein Büro zu gelangen, als er fast mit Lorne zusammenprallte. Der Dämon sah ihn reichlich verdutzt an, kniff die Augen zusammen. Charles war längst verstummt und wartete mit angehaltenem Atem, was Lorne aus seiner Summerei wohl aufgeschnappt hatte.

„Scheint ja Gang und Gebe zu werden, dass wir uns jetzt doch mit den bösen Buben einlassen“, murmelte der Grüne schließlich. „Vielleicht sollte ich mich der allgemeinen Begeisterung anschließen und mir auch einen düsteren Spielgefährten suchen.“ Damit wandte er sich ab und wollte gehen.

„Lorne!“ Charles hielt ihn auf, sah den Gang entlang. „Komm in mein Büro. Bitte.“ Nur widerwillig folgte der Dämon der Aufforderung. Charles schloss die Tür und lehnte sich gegen seinen Schreibtisch.

„Was hast du gesehen?“, fragte er ohne länger zu zögern.

„Nicht viel. Nur … ernsthaft Charles. Das hätte ich nicht erwartet!“

„Lorne. Sag einfach, was du gesehen hast.“

„Lindsey. Er ist überall in deinen Gedanken. Sogar in deinen Bewegungen. Ich meine … er ist ja ganz niedlich, aber ist der Kerl nicht wirklich anstrengend? Es war schon schwierig, mit ihm eine normale Unterhaltung über seine Musik zu führen. So viel Ablehnung und Hass in dem kleinen Körper, dass er fast geplatzt wäre.“

„Vielleicht hat er sich verändert. Vielleicht kenne ich einen anderen Lindsey als ihr?“, schlug Charles vor. „Wie dem auch sei. Das ist mein Privatleben, es beeinflusst meine Arbeit nicht. Also kein Wort zu irgendwem, verstanden?“

„Ist das ein Befehl?“, knurrte Lorne.

„Nein. Eine Bitte. Ich will nicht, dass es breit getreten wird und ich will nicht mit den anderen darüber reden und mich vor ihnen rechtfertigen müssen. Wie ich schon sagte, es beeinflusst meine Arbeit nicht und …“

„Tut es doch.“ Lorne seufzte. „Denkst du, mir ist das nicht aufgefallen? Du sprudelst über vor Energie. Und ich persönlich finde es nicht gut, dass du auf einmal so heiß darauf bist, für die Bösen zu spielen. Für diese Firma sicherlich gut, aber …“

„Es ist nicht das, was wir ursprünglich gemacht haben, ich weiß.“ Charles seufzte. „Mal eine Frage, weg von Lindseyund meinem Privatleben … Ist dir an Angel etwas aufgefallen?“

„Ja. Das ist ja kaum zu übersehen. Er geht immer mehr in seiner Rolle auf und kümmert sich immer weniger um die Hilflosen.“

„Gut.“

„Gut?“ Lornes Stimme überschlug sich fast.

„Nein, natürlich nicht gut. Ich bin nur beruhigt, dass du die Sache genauso siehst wie ich. Ich hatte schon Angst, dass ich mir etwas einreden würde.“ Lorne schüttelte leicht den Kopf.

„Mir gefällt nicht, wie sich das alles hier entwickelt.“

„Nein.“ Charles seufzte leise. „Na schön. Du hast Recht. Es ist nicht gut, wenn ich mich nur auf die negativen Fälle stürze. Ich werde versuchen, mehr Energie darauf zu verwenden, auch mal wieder etwas Richtiges zu machen. Kann ich dich damit bestechen? Ich will mein Privatleben wirklich nicht nach außen tragen.“

„Wie du meinst. Aber ich werde dich im Auge behalten, Charles.“

„Tu, was du nicht lassen kannst.“ Damit schien das Gespräch beendet. Dennoch blieb Lorne stehen. „Du weißt, dass Angel das nie erfahren darf?“, erkundigte er sich leise.

„Natürlich weiß ich das. Was denkst du, warum ich dich um Stillschweigen bitte?“

„Pass auf dich auf.“

„Mir droht keine Gefahr“, gab Charles leise zurück. Lorne sah ihn noch einen Moment länger an, dann schüttelte er den Kopf und verließ das Büro. Charles seufzte. Sie alle hatten sich verändert. Sogar Lorne. Viel von seiner Heiterkeit und Sorglosigkeit war in den letzten Monaten verschwunden. Vor allem, seit Fred von Illyria übernommen worden war. Vermutlich wäre es wirklich das Beste gewesen, Wolfram und Hart den Rücken zu kehren, ehe es für jeden von ihnen zu spät war. Er nahm sich vor, tatsächlich mehr Zeit auf die – für die Firma – uninteressanten Fälle zu verwenden. Doch zuerst wollte er nach Lindsey sehen. Der junge Mann fehlte ihm, er verspürte ein Verlangen nach Lindseys Nähe und seinen blauen Augen, welches er in der Form noch nie erfahren hatte. Und außerdem hatte ihn Lornes Aussage, dass Lindsey überall in seinen Gedanken und Bewegungen war, etwas irritiert. Ihm selbst war nicht bewusst gewesen, dass er in den letzten Stunden tatsächlich an Lindsey gedacht hatte. Aber irgendwie hatte er das wohl doch, unbewusst, vor sich selbst verborgen.

~*~

Zu Charles’ Erleichterung saß Lindsey aufrecht auf seiner Pritsche. Er hatte sich wie so oft gegen die Mauer gelehnt, obwohl er weniger entspannt wirkte als normalerweise in dieser Haltung. Charles wartete, bis die Tür sich geschlossen hatte und die Lichter an den Kameras aus waren, dann lächelte er.

„Du siehst überraschend gut aus.“

„Ich fasse das als Kompliment auf.“ Lindsey erwiderte sein Lächeln etwas unsicher.

„War auch so gemeint. Zumindest teilweise. Wie geht es dir?“

„Gut.“

„War ein Arzt hier?“

„Ja. Hat mir Jod über den Rücken gekippt.“ Lindsey verzog etwas das Gesicht. „Also vor einer Entzündung muss ich garantiert keine Angst mehr haben. Brennt jetzt noch wie Feuer.“

„Autsch.“

„Was immer hilft“, meinte Lindsey lapidar. „Siehst heute aber auch weit zufriedener aus. Scheint gut zu laufen, da oben?“ Lindsey wies mit einer Kopfbewegung zur Decke seiner Zelle.

„Wie man es nimmt. Wenn du damit meinst, dass ich verdammt gut in meinem Job bin: Ja. Wenn man es allerdings auf unsere ursprünglichen Ziele bezieht, läuft es beschissen.“

„War klar. Wie gehen die anderen damit um?“

„Bin mir nicht so sicher.“ Charles kam näher und ließ sich neben Lindsey auf der Pritsche nieder. „Was macht der Muskelkater?“

„Gar nicht mehr so tragisch. Die Massagen haben geholfen.“ Lindsey zwinkerte.

„Gut.“ Charles senkte den Blick, biss sich auf die Unterlippe. Eine Frage lag auf seinen Lippen, doch er konnte sich nicht überwinden, sie zu stellen.

„Hey, was ist los?“ Charles schüttelte matt den Kopf.

„Ich kann selbst nicht fassen, dass mich das wirklich beschäftigt, aber …“ Er verstummte erneut.

„Immer raus damit“, grinste Lindsey herausfordernd. „Schocken kannst du mich bestimmt nicht.“

„Wann können wir wieder zu Aaron?“, platzte Charles endlich heraus. Lindsey zog eine Augenbraue hoch und sah Charles neugierig an.

„Ernsthaft?“ Charles nickte, presste die Lippen aufeinander. Ein geradezu seliges Lächeln zeichnete sich auf Lindseys Gesicht ab und seine Augen blitzten, als er sich vorbeugte und seine Lippen in unmittelbare Reichweite brachte, die Entscheidung, ob er ihn wirklich küssen wollte, jedoch Charles überließ. „Morgen?“, schlug er leise vor.

„Klingt gut.“ Ohne weiter darüber nachzudenken beugte sich Charles leicht vor und nahm sich den Kuss, den Lindsey stumm anbot. Der junge Mann lächelte in den Kuss hinein und Charles löste sich wieder von ihm. „Was?“, erkundigte er sich nahezu argwöhnisch.

„Das wäre dann wohl eine 180° Wendung innerhalb weniger Tage, oder?“

„Sieht so aus. Ist das ein Problem für dich?“

„Blödsinn.“

„Gut.“ Sie küssten sich erneut, bis sich Charles schweren Herzens von Lindsey löste, ihm durch die Haare kraulte und leise seufzte. „Ich muss zurück“, grummelte er missmutig. Lindsey nickte schweigend, doch stattdessen zog er Charles erneut näher.

„Nur fünf Minuten“, flüsterte er flehend, dicht an seinen Lippen. Charles schloss die Augen und ergab sich. Wie hätte er Lindsey die fünf Minuten ausschlagen können, zumal er eigentlich selbst nicht gehen wollte.

Aus fünf Minuten wurden 30 und Charles konnte sich noch immer nicht dazu aufraffen, Lindsey wirklich zurück zu lassen. Und dabei machten sie nicht viel, saßen die meiste Zeit schweigend beisammen. Irgendwann hatten sie ihre Haltung verändert. Charles hatte sich richtig auf die Pritsche gesetzt, lehnte nun an der Wand und Lindsey drängte sich in seine beschützende Umarmung. Charles hatte seine Hand irgendwann unter Lindseys Hemd gegraben und neckte ihn, indem er mit genügend Druck über seine Brust kratzte, um rote Striemen zu hinterlassen und immer wieder seine längst verhärteten Brustwarzen zwirbelte und kniff.

Der kleinere Mann saß halb auf seinem Schoß und schmiegte sein Gesicht in Charles’ Halsbeuge, knabberte immer wieder sanft an der weichen Haut an seinem Hals um sein Keuchen zu ersticken. Charles hätte gut und gerne die nächsten Stunden auf diese Weise verbringen können. Aber das war nicht möglich. Er musste irgendwann einfach an seinen Schreibtisch zurückkehren. Auch wenn er dazu so gar keine Lust hatte. Lindsey murmelte etwas gegen seinen Hals, doch Charles verstand kein Wort.

„Was?“ Lindsey murmelte wieder, löste sich aber nicht von seiner Haut. Charles verdrehte die Augen, fuhr in Lindseys Haare und zog ihn etwas unsanft von sich weg. „Was?“, wiederholte er.

„Du wolltest gehen“, maulte Lindsey, wehrte sich aber in keiner Weise gegen den festen Griff in seinen Haaren.

„Willst du mich rauswerfen?“ Charles zog die Augenbrauen zusammen und sah Lindsey finster an.

„Lieber jetzt als später.“ Lindsey grinste. „Ist jetzt schon fies genug, dass du mich einfach so zurücklassen wirst.“ Charles grinste.

„Unbefriedigt?“, erkundigte er sich frech und ließ wieder von Lindsey ab. Der junge Mann löste sich plötzlich von ihm und änderte seine Haltung. Er richtete sich auf, schob sich etwas von Charles weg und brachte ein Bein auf die andere Seite von Charles’ Oberschenkel. Bevor dieser recht verstand, was der andere vorhatte, saß Lindsey mit dem Gesicht zu ihm auf seinem Schoß, hielt jedoch einiges von seinem Körpergewicht selbst, indem er sich auf die Knie hockte. Er rutschte noch etwas näher und blickte Charles tief in die Augen, während er anfing, mit sanft rollenden Bewegungen seinen Schritt gegen Charles’ beginnende Erregung zu reiben. Charles keuchte.

„Das sind wir beide“, murmelte Lindsey dicht an seinen Lippen. „Aber ich bin doppelt unbefriedigt und das ist gemein von dir.“ Es dauerte einen Moment, bis Charles verstand, was Lindsey damit meinte.

„Bist wohl scharf auf mich?“, neckte er. Es war ihm nicht einmal peinlich. Seine Hände hatten sich längst auf Lindseys Hüften gelegt und er zog ihn noch etwas näher.

„Ich lebe um dir zu dienen“, flüsterte Lindsey angespannt. „Ist nicht richtig, wenn du hier wieder mit einem Steifen rausmarschierst.“ Charles musste lächeln. Auch wenn Lindseys Worte irgendwie seltsam klangen, schien er sie wirklich zu meinen und allein der Gedanke ließ Blut in seine tieferen Regionen schießen. Lindsey grinste. „Willst du auch gar nicht, wenn ich das richtig interpretiere.“

„Ich werde dich trotzdem unbefriedigt zurücklassen“, drohte Charles bestimmt.

„Nehm’ ich in Kauf. Ist meine Aufgabe.“

„Und wehe, wenn ich dahinter komme, dass du selbst Hand an dich legst.“ Charles biss unsanft in Lindseys Schulter. Der junge Mann stöhnte ergeben auf. Seine Bewegungen wurden drängender. Charles’ Hände suchten sich von selbst erneut einen Weg unter Lindseys Oberteil, kratzten fordernd über seine Haut.

„Was immer du befiehlst“, keuchte er atemlos.

„Du kommst morgen dran. Und du kommst keinen Moment eher als ich es sage, verstanden?“ Lindsey stöhnte, nickte rasch. „Nachdem das geklärt ist …“ Charles fuhr grob in Lindseys Haare und zog seinen Kopf näher. Er biss unsanft in sein Ohrläppchen. „Besorg es mir. Und streng dich dabei an“, knurrte er dicht an Lindseys Ohr. Er spürte die Gänsehaut, die sich auf seine Worte hin über Lindseys Körper zog, fühlte den erregten Schauer, der ihn durchfuhr. Lindsey nickte eifrig, wodurch Charles eher unfreiwillig an seinen Haaren riss.

Er ließ ihn wieder los und Lindsey rutschte auf seinen Oberschenkeln ein wenig zurück, drängte seine Hände zwischen ihre Körper und machte sich an Charles Hose zu schaffen. Charles keuchte auf, als Lindsey die Hand in seine offene Hose und unter die Boxer schob, ihn mit geschickten Fingern liebkoste.

„Was wünschst du?“, fragte Lindsey atemlos. Charles grübelte kurz über die Frage nach und überlegte, was für Möglichkeiten sie hier hatten. Lindsey konnte ihn mit der Hand oder dem Mund befriedigen. Und dann gab es natürlich noch die Möglichkeit, die Charles sofort wieder verwarf. Zum einen war er sich nicht wirklich sicher, ob er tatsächlich bereit war, Lindsey zu nehmen und zum anderen hatten sie hier weder Kondome noch Gleitmittel und Jim hatte ihm bei ihrem Gespräch eingeschärft, es nie mit einem Mann ohne Kondom zu treiben und möglichst immer Gleitmittel zu verwenden, weil es ohne viel zu schmerzhaft für den passiven Partner war. Die Entscheidung fiel ihm demnach nicht wirklich schwer. Er fuhr mit dem Zeigefinger Lindseys leicht geöffnete Lippen nach und fing seinen Blick ein.

„So gern ich diese Lippen küsse … ich hätte sie jetzt lieber wo anders“, erklärte er bestimmt. Nur einen Moment zuckten Lindseys Mundwinkel zufrieden nach oben, dann befand er sich wieder in seiner Rolle und nickte zum Zeichen, dass er den Befehl verstanden hatte, der nicht mal ein richtiger Befehl gewesen war. Er rutschte etwas nach hinten und ließ sich dann vor Charles und der Pritsche auf den Boden gleiten. Charles nahm die Beine etwas auseinander, so dass Lindsey jetzt zwischen seinen Beinen hockte und ihn aus treuherzigen, blauen Augen ansah.

Wieder glitten die starken Hände des anderen Mannes an Charles’ Hose, öffneten den Reißverschluss komplett und zogen an seinem Hosenbund, bis Charles nachgab und die Hüfte etwas hoch drückte, damit Lindsey seine Hose leicht nach unten ziehen konnte. Der am Boden Kniende richtete sich auf. Sein Blick war eine Mischung aus offener Wertschätzung, Bewunderung, Verlangen und hatte beinahe etwas Hungriges an sich. Charles runzelte kurz die Stirn, sagte dann jedoch nichts.

Lindseys Hände streichelten sanft seine Lenden und Oberschenkel, während er seine Lippen befeuchtete und sich vorbeugte. Charles stöhnte auf, als ihn die weichen Lippen sanft umschlossen.

Dieses Mal hielt sich Charles nicht zurück. Er konnte es nicht. Unsanft krallte er die Hand in Lindseys Haare, suchte verzweifelt nach einem Halt, irgendetwas um sich an der Realität festzuklammern, während ihn Lindsey geradezu unbarmherzig in einen atemberaubenden Höhenflug schickte. Es war das letzte Mal schon wirklich gut gewesen, doch diesmal hatte Lindsey auch seine Hände zur Verfügung und er verstand sie einzusetzen.

Charles spürte wie seine Muskeln sich anspannten, Lindsey ihm das letzte bisschen Kontrolle entriss. Es würde gleich vorbei sein, doch er wollte nicht, dass es vorbei war. Noch nicht. Nicht so schnell, er wollte es doch auskosten, genießen.

„Warte“, fuhr er Lindsey an und der junge Mann hielt umgehend in der Bewegung inne. Charles holte tief Luft, versuchte sich zu beruhigen, den anbrechenden Orgasmus irgendwie zurückzudrängen. „Langsam“, flüsterte er schließlich mit rauer Stimme. „Das ist kein Wettbewerb.“ Er lockerte seinen festen Griff etwas und kraulte sanft in Lindseys Haaren. „Ich will es genießen. Ich will, dass du dir Zeit lässt.“

Lindsey deutete ein Nicken an, ließ Charles’ Männlichkeit langsam aus seinem Mund gleiten, tastete sich mit der Zunge an seiner Unterseite entlang. Heißer Atem umspülte Charles. Er ließ sich wieder gegen die Wand sinken und senkte den Blick, beobachtete Lindsey, der so glücklich wirkte, wie ein kleines Kind, das seinen heiß ersehnten Lollipop nach langem betteln endlich bekommen hatte.

Der Anblick allein war schon so erregend, dass Charles die Augen schließen musste. Er konnte es nicht ertragen, ohne sofort wieder der Erlösung entgegenzujagen. Lindsey saugte ihn tief in seinen warmen und angenehm weichen Mund, noch etwas tiefer und Charles Augen flogen auf. Es war ihm ein Rätsel, wie es Lindsey gelang, ihn so tief in seinem Mund aufzunehmen und es war mit Abstand besser als jeder Blowjob, den ihm irgendein Mädchen je verpasst hatte.

Er ließ sich von Lindsey geradezu in eine andere Welt entführen. Eine Welt, in der es nur sie beide gab und weder richtig noch falsch existierte. Eine Welt, in der es das Natürlichste war, was Lindsey gerade mit ihm anstellte. Und er wollte nicht zurück in die Realität, die grausige Wirklichkeit, in der er Lindsey in einer kalten Zelle zurücklassen musste und sich Vorwände suchen musste, um ihn zu sehen. Aber er wusste, dass er irgendwann zurück musste, wusste, dass sein Körper ihn verraten würde, ihn herausschleudern aus dieser heilen Welt und dem glückseligen Zustand. Auch wenn Lindsey sich wirklich Zeit ließ, hatte Charles längst den Punkt erreicht, an dem er nur noch fallen konnte, und noch immer klammerte er sich an Lindsey fest, versuchte es nur einen Moment länger hinauszuzögern.

Aber Lindsey gab nicht nach und Charles stürzte unaufhörlich tiefer. Seine Muskeln zuckten, als er sich auch dieses Mal tief in Lindseys Rachen ergoss. Er brauchte mehrere Minuten, bis er sich wieder unter Kontrolle hatte und es endlich schaffte, Lindsey loszulassen. Dieser verharrte noch einen Moment länger, ehe er endlich von Charles abließ, seine erschlaffende Länge noch einmal sanft mit der Zunge neckte, als wollte er überprüfen, ob er nach mehr verlangen würde.

Er hob den Blick und sah Charles mit diesen großen blauen Augen fragend an, abwartend. „Komm hoch“, flüsterte er endlich matt. Lindsey gehorchte, krabbelte erneut auf seinen Schoß. Charles legte die Arme um ihn und zog ihn enger an sich. Es tat ihm gut, Lindseys Gewicht auf sich zu spüren, half ihm dabei, wieder auf den Boden zu kommen, die Realität wieder zu erfassen.

„Scheiße … das war perfekt. Und dabei dachte ich das schon beim letzten Mal“, murmelte Charles träge. Lindsey lachte leise und streichelte sanft seine Wange.

„Viel Übung“, erklärte er in verschwörerischem Tonfall. Charles lachte.

„Sex am Arbeitsplatz. Na, wenn Angel das wüsste.“

„Weder war das Sex, noch bist du an deinem Arbeitsplatz. Das gleiche Gebäude, aber sicherlich nicht dein Arbeitsplatz“, widersprach Lindsey.

„Sollst du mir widersprechen?“, erkundigte sich Charles. Lindsey senkte beschämt den Blick. „Außerdem war das, glaub ich, besser als jeder Sex, den ich bisher hatte“, murmelte Charles in Gedanken versunken und zog Lindsey noch etwas näher, um ihn dankbar zu küssen.

„Dann hab ich ja noch Hoffnung.“ Ein Wispern, dicht an seinen Lippen, einen Sekundenbruchteil vor dem Kuss. Einen Moment wunderte sich Charles, dass er Lindsey gerade jetzt küssen wollte. Immerhin hatte er vor wenigen Minuten den Rachen des anderen Mannes mit Sperma ausgekleidet. Es war ihm egal, er wollte diese Lippen ein weiteres Mal erobern und ignorierte den leicht seltsamen Geschmack, der ihm bei dem Kuss begegnete. Dann erinnerte er sich an Lindseys seltsame Bemerkung und er sah Lindsey fragend an, doch der ließ die Aussage einfach im Raum hängen und äußerte sich nicht weiter dazu. Und Charles selbst wollte nicht nachfragen. Er wollte eigentlich gar nicht reden und noch viel weniger wollte er zurück in sein Büro, an seinen Schreibtisch. Er stöhnte frustriert auf.

„Ich muss wirklich zurück an die Arbeit.“ Lindsey schmollte wortlos. „Würde auch lieber bleiben. Aber es geht nicht.“ Seufzend nickte der junge Mann und machte Anstalten, aufzustehen. Aber Charles hielt ihn fest. „Hey, ich hab nicht gesagt, dass ich sofort gehen will.“ Lindsey sah ihn an und zog eine Augenbraue hoch.

„Na dann.“ Grinsend kuschelte er sich wieder an Charles und schloss die Augen. „Ich frag nichts danach, dass du gehst.“ Minuten verstrichen in friedlichem Schweigen. Dann löste sich Lindsey plötzlich von ihm. „Charles? Wenn wir wirklich morgen zu Aaron wollen, musst du ihn anrufen und nachfragen. Wir können nicht wieder ohne Vorwarnung auftauchen. Das geht nur an seinem freien Abend.“

„Nummer?“

~*~

Wenig später saß Charles an seinem Schreibtisch und legte grinsend den Hörer zurück. Er schob den kleinen Zettel in seine Hosentasche und lehnte sich zufrieden zurück. Aaron würde morgen auf sie warten und er brannte darauf, bei ihm zu sein, in einer geschützten und angenehmen Umgebung, fernab der Kameras. Nur er und Lindsey … und Aaron natürlich. Ein wenig machte sich Charles Gedanken darüber, wie der Mann wohl reagieren würde, denn er hatte schwer das Gefühl, dass zwischen Lindsey und Aaron eine gewisse Zuneigung bestand.

Charles Gedanken wurden jäh unterbrochen, als seine Tür aufging und Wesley eintrat. Fragend blickte er den anderen Mann an, wusste nicht so ganz, was er sagen sollte. Sie waren Freunde gewesen, doch Charles wusste nicht, wie er sich Wesley gegenüber verhalten sollte, nach allem, was passiert war.

„Wo warst du?“

„Auswärts. Hab es hier nicht mehr ausgehalten, brauchte etwas Abwechslung.“

„Angel wird das nicht gefallen. Hat nach dir gesucht. Und es liegt nicht im Interesse der Firma …“

„Verdammt, Wes, das ist mir egal. Wir sollten nicht hier sein. Wir alle nicht. Da kann ich es mir wohl mal erlauben, eine Stunde Frischluft zu schnappen“, fauchte Charles wütend. Wesley nickte knapp.

„Hat uns alle fest im Griff“, murmelte er. „Aber wir werden uns nicht beugen, nicht wahr? Obwohl Angel … seltsam ist.“

„Bestenfalls.“ Charles schnaubte. „Bei dem Großen bin ich mir nicht mehr sicher, ob der noch weiß, auf welcher Seite er spielt. Ich meine … ich weiß nicht.“

„Ja. Ja, das stimmt. Er trifft seine Entscheidungen nur noch im Interesse der Firma und nicht mehr im Interesse der Menschen. Das müssen wir jetzt tun.“ Wesley blickte kurz in die Ferne, dann schüttelte er den Kopf. „Ich muss zurück. Illyria ist … sie …“ Er zuckte leicht die Schultern. „Sie ist Fred.“ Damit verschwand er wieder. Charles blickte Wesley verwirrt hinterher. Er erkannte ihn kaum wieder und das machte ihm Sorgen. Wesley schien geradezu verwirrt, vielleicht sogar ein bisschen verrückt und das gefiel Charles nicht. Es war auch ihm schwer gefallen, damit umzugehen, als plötzlich Fred mit ihren Eltern hier durch die Firma marschiert war. Er hatte ihren Bluff beinahe geschluckt, sich einen Moment in den Gedanken fallen lassen, dass alles in Ordnung und Fred doch noch hier war.

Er konnte sich nur annähernd vorstellen, wie es für Wes gewesen sein musste, sie zu sehen. Und mit der ganzen Sache mit Illyrias Macht, die durch den Körper gebrochen war und sie alle beinahe getötet hätte, hatte er sich ohnehin ordentlich überarbeitet. Er hatte fast das Gefühl, dass jeder einzelne von ihnen an Wolfram und Hart zerbrach, auf die eine oder andere Weise. Außer Spike, vielleicht. Er schien allgemein nicht viel von der ganzen Sache zu halten und zeigte sich reichlich unbeteiligt, die meiste Zeit über.

Gegen Abend verspürte Charles den dringenden Wunsch, Lindsey noch einmal aufzusuchen. Er drängte das Verlangen jedoch zurück, weil er Bedenken hatte, dass er dann gar nicht mehr nach Hause kommen würde. Es war schwer genug gewesen, sich wieder von ihm zu trennen, er hatte heute nicht die Kraft, den jungen Mann noch einmal alleine zurück zu lassen.

Seufzend und mit einem schlechten Gewissen betrat er wenig später seine Wohnung. Diese Nacht schlief Charles sehr unruhig. Er machte sich zu viele Gedanken, über Lindsey, sich selbst, Angel und die anderen. Oft wachte er auf, nur um festzustellen, dass er gerade einmal eine Stunde geschlafen hatte. Gegen fünf Uhr morgens gab er die Versuche ruhig zu schlafen endgültig auf und stieg unter die Dusche. Das heiße Wasser prasselte auf seine verspannten Muskeln und half ihm ein wenig. Dennoch war er nicht unbedingt zufrieden oder glücklich, als er endlich in die Firma fuhr.



An der Stelle wieder danke für's Lesen, Punkte geben und Kommentieren. Scheint, als wären zumindest noch ein paar Leute übrig, die immer noch lesen ... Vielen Dank dafür!

@Meg: Ja Männer halt. Wenn das Gehirn unterversorgt ist ... naja. Lassen wir das ;) Tja. ich sag mal nix zur weiteren Entwicklung. Wirst du selbst lesen müssen *zwinker* Will ja ned spoilern...
Vielen Dank für deinen Kommentar und freut mich, dass ich dich wieder so schön mitreißen konnte. *knuff*

@Bronx: Ned sauer sein, auf Charlie-boy. Hat es ja ned mit Absicht gemacht ... und es hat immerhin geholfen, ihn auf den "rechten Pfad" zu bringen *lol* Er kommt übrigens nicht nur unsicher rüber, er ist es. *kicher*
Vielen Dank für deinen supersüßen Kommi, Hon. *knuddlez*

 


 
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"Amancham: Das andere Ich - Teil 10" | Anmelden/Neuanmeldung | 6 Kommentare | Diskussion durchsuchen
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Re: Amancham: Das andere Ich - Teil 10 (Punkte: 1)
von Bronx auf Sonntag, 27. April 2008 @ 09:17:14 Uhr
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Fummeleien in ner Gefängniszelle, einfach genial. Das hat sowas richtig verbotenes finde ich. Diese Szenen in der Zelle gefallen mir immer mit am besten, wenigstens hat er diesmal dran gedacht die scheiß Kameras ausstellen zu lassen. Grrrrr. Und so allmählich scheint er sich in seine Rolle einzufinden. Ich meine, wenn er es so eilig hat wieder zu Aaron zu kommen. Das kann ja nur wieder höchst erotisch werden.
Liebe es einfach. Immer wieder herrlich.



Re: Amancham: Das andere Ich - Teil 10 (Punkte: 1)
von Meg auf Sonntag, 27. April 2008 @ 10:41:18 Uhr
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Tolles Chap! Auch dieses Mal. Finde es gut, dass die anderen beteiligt werden, wenn auch auf verschiedene Art und Weisen. Lorne ist einer meiner Lieblinge und ich musste grinsen, von einem Ohr zum anderen, als er Charles beim Summen ertappt hat. Richtig toll! Wie die Firma alle verändert wird krass deutlich und vor allem bei Charles finde ich es -in deiner Story zumindest- richtig gut. Hach, das war ein richtig entspannendes Chap. Ich hab schon Angst, dass du nur all zu bald all die Entspannung aufhebst und mich wieder bangen lässt! Aber bis dahin kann ich mich erstmal zurücklehnen und schwelgen...

hugz,
meg



Re: Amancham: Das andere Ich - Teil 10 (Punkte: 1)
von DrusillaCallsIn auf Sonntag, 27. April 2008 @ 14:17:34 Uhr
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Ich hab deine Geschichte begeistert gelesen und freu mich schon sehr auf die nächsten Kapitel. Die Idee an und für sich ist schon genial.
Danke
Dru



Re: Amancham: Das andere Ich - Teil 10 (Punkte: 1)
von Lackluder auf Dienstag, 29. April 2008 @ 23:45:43 Uhr
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So, sorry, dass ich einen ausgelassen habe, war das WE kaum am Rechner.

Lorne ist einfach großartig. Ich bin immer total begeistert, dass Du soviel Wert auf die Nebencharaktere legst. Und Du schließt das Kapitel mit den richtigen Worten. Dusche und heißes Wassser. Werde ich mir auch mal zu Gemüte führen.

Dank Dir für den tollen Teil.



Re: Amancham: Das andere Ich - Teil 10 (Punkte: 1)
von AngelSlayer auf Dienstag, 03. Juni 2008 @ 21:39:05 Uhr
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DAS War ja mal richtig blöd von Charles..summt vor sich hin wenn Lorne inder Nähe sit.. Aber hey ich finde er hat ganz gut reagiert...
Ich finde es echt erstaunlich wie schnell udn gut sich Gunn in seine Rolle als Dom fügt-passt aber wirgendwie saumäßig gut zu ihm.
Das war sein bester sex?? Autsch!! Böse Aussage für Fred würd ich mal sagen!
Oh ich freu mich so dass die beiden zu Aaron gehen wollen. Bin mal gespannt was da abgehen wird!
Lin´s Aussage war etwas komisch..was das wohl bedeutet??
udn mal davon abgesehen kommen die mir alle so strange vor-auch Wes. War das Absicht? Dteckt da was dahinter?

Einen Kommi hab ich noch für Dich, dann muss ich erstmal wieder weiter lesen!

LG dani



Re: Amancham: Das andere Ich - Teil 10 (Punkte: 1)
von Red-Sydney auf Freitag, 20. Februar 2009 @ 20:34:25 Uhr
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Oh Mann, endlich bin ich mal wieder zum Weiterlesen gekommen. Karneval ist doch was Schönes :P.

Erst mal: Mann, Charlie scheint ja wieder richtigen Elan zu haben. Lins tut ihm richtig gut und man mekrt sofort, wie verliebt er in den Kleinen ist. Leider verrät ihn das an Lorne. Verdammt, wieso müssen manche Männer immer pfeifen, wenn sie glücklich sind? Aber zum Glück hält sich Lorne bedeckt, selbst wenn er augenscheinlich seine Bedenken hat.

Die Lindsey/Charles-Szene fand ich irgendwie süß. Zumindest am Anfang. Und dann wurde sie wieder richtig heiß. Kein Wunder bei Lindseys Drang, Charles zu dienen :D. Die Beziehung der beiden wird echt immer enger und bleibt dennoch überzeugend. Bin schon gespannt, wie ihr nächster Besuch bei Aaron aussieht.

Was mir aber auch sehr gut gefallen hat, war, dass du immer wieder einen Bezug zur "realen" Staffel herstellst. Wes' Trauer wegen Fred und seine Skepsis bezüglich Angel sind ein toller Einschub.

Ich hoffe, ich schaffe die nächsten Tage noch ein, zwei Kapitel.







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