
Autor: Amancham
E-Mail Adresse: amancham@gmx.net
Homepage: http://fiction.intayale.de
Titel: Das andere Ich
Inhalt: Der neue Morgen bedeutet, dass Lindsey und Charles die geschützte Umgebung von Aarons Haus verlassen müssen. Eine Rückkehr in eine kalte Welt, voller Probleme. Und neue Probleme bahnen sich an ... sehr massiv.
Spoiler: spielt nach 5.19
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Teil: 15/18
Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television show "Buffy the Vampire Slayer". They were created by Joss Whedon and belong to him, Mutant Enemy, Sandollar Television, Kuzui Enterprises, 20th Century Fox Television and the WB Television Network.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Gunn/Lindsey
Kommentar: Dann kommen wir mal zum Endspurt. Buckle up tight, guys. It's a roller coaster!
Ach ja: Die weiteren Kapitel haben viele "Sprünge "und "Lücken" drin, aber ich wollte euch nicht seitenweise durch Handlungen zerren, die bekannt sind, deshalb habe ich das was in den Folgen passiert größtenteils übersprungen ;) Hoffe, das macht nichts. Warnings: Slash, H/C, BDSM, Dark

Das Frühstück war ruhig und größtenteils schweigend verlaufen. Charles hatte den ein oder anderen Blick von Aaron aufgefangen, den er ihm oder Lindsey zugeworfen hatte, fühlte sich jedoch keinesfalls genötigt, ihm zu erzählen, was sie unter der Dusche getrieben hatten. Als sie sich verabschiedet hatten, hatte Aaron den kleineren Mann umarmt und ihm etwas ins Ohr geflüstert, was Lindsey zu einem glückseligen Lächeln veranlasst hatte, doch Charles hatte keine Ahnung, was er gesagt hatte und er wollte nicht nachfragen. Ganz offensichtlich war es nicht für seine Ohren bestimmt gewesen.
Dicht nebeneinander gingen er und Lindsey endlich zum Auto und am liebsten hätte Charles den Arm um Lindsey gelegt, aber er hielt sich dann doch zurück. Es war ihm noch immer unbegreiflich, wie er sich so extrem zu dem anderen Mann hingezogen fühlen konnte und warum er ihm ständig so nah sein wollte und jeder Millimeter zwischen ihnen einfach zu viel war.
Schweren Herzens legte er Lindsey die Handschellen an und ließ ihn einsteigen. Als er endlich selbst hinter dem Steuer saß und sich der Wagen in Bewegung setzte, warf er einen Blick in den Rückspiegel. Lindsey lächelte noch immer verträumt vor sich hin.
„Wir müssen dich echt aus der Zelle holen“, murmelte Charles schließlich.
„Bin gar nicht so scharf drauf. Dann steht nämlich Eve auf der Matte. Ganz sicher. Dann bräuchten wir beide eine gute Ausrede, um so was mal machen zu können. Dann bin ich lieber in der Zelle und warte.“
„Und überlässt es lieber mir, alle um mich herum zu belügen?“, erkundigte sich Charles knapp. Fast war er wütend, dass Lindsey so etwas sagte. Er hatte den Eindruck, als würde der junge Mann sich womöglich nicht auf ihn einlassen, wenn er auf freiem Fuß war, fühlte sich fast schon ausgenutzt und der Gedanke war verletzend. Der junge Mann schien nie daran gedacht zu haben, was diese ganze Sache für ihn eigentlich bedeutete, wen er alles anlügen musste, wem er ständig ausweichen musste, nur um diese Sache - was auch immer es war, Charles sträubte sich dagegen, es als Beziehung zu bezeichnen - irgendwie geheim halten zu können.
„Was? Nein! Ich … Entschuldige, Charles … ich … ich habe gar nicht daran gedacht, dass … scheiße, tut mir leid. Es sollte wirklich nicht so klingen, als wäre es mir nicht wert, Eve Lügen aufzutischen, dass sich die Balken biegen, nur um etwas Zeit mit dir verbringen zu können. Bitte glaub mir das. Ich …“ Lindsey verstummte. Charles sagte gar nichts. Er war tief in finstere Gedanken versunken und beachtete Lindsey nicht weiter. Er wusste selbst nicht so genau, warum er diesen einen Satz derartig in den falschen Hals gekriegt hatte, aber es fiel ihm sehr schwer, ihn anders zu interpretierten, jetzt da seine Überlegungen einmal in diese Richtung gedriftet waren.
Den Rest der Fahrt sagte keiner von ihnen ein Wort. Erst als Charles in der Garage die Wagentür öffnete und Lindsey keine Anstalten machte, auszusteigen, murrte er ihn an, dass er selbiges tun solle. Der junge Mann schüttelte stumm den Kopf.
„Hör auf mit dem Scheiß und steig endlich aus.“ Lindsey schüttelte erneut den Kopf und als Charles nach ihm greifen wollte, rutschte er auch noch auf die andere Seite hinüber und brachte sich somit außer Reichweite. Genervt die Augen verdrehend überlegte Charles, wie er den Gefangenen endlich aus dem Wagen bekommen sollte, als er Lindseys Stimme hörte, leise und gedämpft. „Was ist?“
„Ich sagte, setzt dich ins Auto und mach die Tür zu“, gab Lindsey etwas lauter zurück.
„Ich lasse mir von dir keinen Befehl erteilen“, knurrte Charles missmutig. Lindsey beugte sich etwas herüber und sah ihn aus großen blauen Augen an.
„Kein Befehl. Eine dringende Bitte.“ Charles zögerte, schlug die Tür zu und stieg auf der Beifahrerseite ins Auto. Er konnte sich nicht zu Lindsey auf die Rücksitzbank setzen, weil sie dann beide im Auto eingeschlossen wären, wenn er die Tür zumachte. Und außerdem wollte er das im Moment auch gar nicht. Es war ihm unangenehm, fühlte sich auf seltsame Weise falsch an.
„Ich sitze.“ Charles starrte geradeaus durch die Windschutzscheibe. Hinter sich vernahm er ein leises Seufzen.
„Es tut mir leid. Wirklich“, meinte Lindsey leise.
„Das sagtest du bereits.“
„Aber du glaubst es mir nicht. Bitte sieh mich an, Charles.“ Nur widerwillig folgte Charles der leisen Bitte, rutschte auf dem Sitz in eine einigermaßen bequeme Haltung, bei der er Lindsey ansehen konnte und wartete. „Ich habe nicht nachgedacht“, fing Lindsey leise an. „Ich stecke in einer anderen Situation als du. Ich habe nicht wirklich daran gedacht, dass du deine Freunde belügst, um Zeit mit mir zu verbringen, dass es dir unangenehm sein könnte, dass du darunter leiden könntest. Ich war unachtsam und gedankenlos und es tut mir wirklich leid. Sag mir, was ich machen soll. Irgendwas, was auch immer. Nur bitte, glaub mir, dass ich es nicht so gemeint habe, wie es vielleicht geklungen hat. Sei nicht wütend auf mich. Bitte.“ Lindseys Stimme war leise, doch es entging Charles nicht, dass die Stimme des Anderen zitterte.
„Mann, du verkraftest es echt nicht, wenn ich mal einen Tag missmutig bin, oder was?“, knurrte Charles genervt. „Lass mich einfach mal sauer sein und gib mir etwas Zeit.“ Lindsey schüttelte langsam den Kopf.
„Du siehst nicht aus, als würdest du dich in ein paar Stunden beruhigt haben. Du wirkst wirklich verletzt und irgendwie hab ich das Gefühl, dass du dich zurückziehen wirst und nicht mehr in der blöden Zelle vorbeikommen, in der ich im Moment hause und … ich …“ Lindsey schluckte. „Ich verkrafte das nicht“, flüsterte er leise und warf Charles völlig aus der Bahn, als dieser Tränen auf den Wangen des Anderen glitzern sah. Er öffnete den Mund, brachte aber kein Wort hervor. Lindsey wirkte so schrecklich zerbrechlich, im Moment, und eigentlich wollte er ihn einfach in die Arme nehmen und sagen, dass es ihm leid tat. Vermutlich hatte er wirklich überreagiert. Lindsey wischte sich mit einiger Mühe die Tränen aus dem Gesicht und schüttelte den Kopf. „Entschuldige. Ich will dir hier kein schlechtes Gewissen einreden oder sonst was es ist nur …“ Er seufzte. „Ist dir ja nicht neu, dass ich nicht ganz normal ticke.“ Ein Versuch, einen Scherz zu machen, der kläglich misslang. Auch das Lächeln auf Lindseys Lippen wirkte so deplaziert und aufgesetzt, dass es Charles fast schon in der Seele wehtat.
„Wie meinst du das?“ Endlich hatte Charles seine Stimme wieder gefunden. Lindsey senkte den Blick.
„Es ist mir scheißegal, was andere von mir halten oder über mich denken. Ich bin es gewohnt, dass ich verachtet und gehasst werde. Das ist okay. Angel kann auf meinem Rücken Salsa tanzen, wenn ihm dabei einer abgeht. Interessiert mich nicht. Er kann allen und jedem sagen, dass ich ne falsche Schlange bin, die Spielchen spielt und dass man mir nicht trauen darf und was er sonst noch auf Lager hat. Gut, bin ich es nicht wert, gerettet zu werden, das pfeif ich ab.“ Lindsey verstummte. „Aber nicht du. Der Gedanke, dass du wütend auf mich sein könntest, dass du schlecht von mir denken könntest … das ist zu viel. Ich hätte die letzte Nacht nicht überstanden, ohne dich. Ich hätte nicht mal den Tag ohne deine Hilfe überstanden. Ich kann nicht ohne dich sein. Ich will es nicht.“
„Gütiger Himmel. Nur weil ich mal für den Moment wütend bin, wende ich mich doch nicht gleich vollends ab!“, gab Charles verwirrt zurück. „Meinst du wirklich, ich würde dich da unten in der Zelle versauern lassen? Das könnte ich nicht, nicht einmal wenn ich es wirklich wollte und das tu ich keinesfalls. Aber hör um Himmels willen auf, auf die Tränendrüsen zu drücken, das ist ja nicht auszuhalten.“ Lindsey presste die Lippen fest aufeinander und schloss die Augen. Dennoch glitzerten wieder – oder immer noch – Tränen auf seinem Gesicht, als er den Kopf auf die Brust sinken ließ und Charles entging nicht, dass er zitterte.
Er wollte gerade etwas davon sagen, dass sich Lindsey wie ein kleines Mädchen verhielt, doch dann hielt er inne und hätte sich am liebsten selbst eine schallende Ohrfeige verpasst. Wie hatte er nur so nachlässig sein können! Charles stieg aus, ging um das Auto herum und öffnete die Tür auf der anderen Seite, ging in die Knie und legte Lindsey sanft die Hand auf den Oberschenkel.
„Lindsey“, murmelte er behutsam, doch der Angesprochene hob den Blick nicht. „Hey.“ Charles drückte mit dem Zeigefinger gegen Lindseys Kinn, so dass er den Kopf ein wenig hob, wischte sanft mit dem Daumen die Tränen von der viel zu blassen Wange. Er hatte völlig vergessen oder vielmehr verdrängt, was Lindsey am Vortag widerfahren war und es fiel ihm nicht schwer, sich vorzustellen, dass der junge Mann schlicht und ergreifend schreckliche Angst hatte, wieder alleine zu sein. Er hatte ihm noch am Vortag versprochen, dass er da sein würde und dann hatte er sich aufgeführt wie eine eingeschnappte Pute, weil er etwas in Lindseys Aussage hineininterpretiert hatte. Charles wusste, dass er ungerecht gewesen war und er verstand, warum Lindsey so viel daran lag, dass er ihn nicht in die Zelle steckte und wütend davon stapfte. Auch die Tränen konnte er verstehen. Der junge Mann war einfach noch immer viel zu labil um sich wie gewohnt zu verhalten.
„Sieh mich an Lindsey“, bat er sanft. Zögerlich öffnete Lindsey die Augen, sah ihn verunsichert an. „Ich wollte dich nicht so anfauchen. Die ganze Situation geht mir schwer gegen den Strich. Du hast da unten nichts verloren und du solltest dich nicht wie Abschaum behandeln lassen müssen. Von niemandem. Aber ich kann nichts dagegen tun. Das nervt mich. Das hat absolut nichts mit dir zu tun. Ich bin hier und ich werde bleiben. Ich kann nicht 24/7 bei dir sein, aber das heißt nicht, dass meine Gedanken nicht ständig bei dir sind. Ich mache mir Sorgen um dich. Du bist mir verstörenderweise wirklich verdammt wichtig.“ Lindsey ließ den Kopf nach hinten sinken, schloss erneut die Augen. Er schien regelrecht um Beherrschung zu ringen. Aber es dauerte Minuten, bis er sich wieder gefangen hatte. Minuten, in denen Charles noch immer schweigend vor der offenen Tür hockte und wartete, liebevoll und bestärkend die Hand auf Lindseys Oberschenkel hielt, mit dem Daumen leicht kreisende Bewegungen vollführend.
„Geht’s wieder?“, fragte Charles liebevoll. Lindsey nickte knapp, eine gewisse Röte auf seinen Wangen. Peinlich berührt wich er Charles’ Blick aus.
„Tut mir leid, ich wollte nicht …“
„Macht nichts. Schon okay. Jetzt komm aber raus da“, meinte Charles sanft. Lindsey nickte rasch und stieg endlich aus. Verloren stand er in der offenen Autotür und blickte noch immer überall hin, nur nicht in Charles’ Gesicht. „Hey.“ Charles trat näher, legte die Hände auf Lindseys Hüften und zog ihn etwas näher. „Ist wirklich okay. Ich urteile nicht über dich. Also lass gut sein. Es muss dir nicht peinlich sein“, meinte er sanft. „Ist doch mal ne nette Abwechslung. Bisher hast du mich immer an der Hand genommen und geführt. Jetzt darf ich wirklich mal den großen Spielen.“ Charles zwinkerte. Ein schmales Lächeln zeigte sich auf Lindseys Lippen.
„Du bist groß“, maulte er.
„Stimmt. Aber du weißt was ich meine.“ Lindsey nickte schwach. „Gut.“ Charles beugte sich etwas hinunter und bot dem kleineren Mann seine Lippen dar, bot ihm einen Kuss um darin zu versinken und neue Kraft zu finden, etwas woran er festhalten konnte, wenn sie sich gleich auf den Weg zu den Zellenblöcken begaben. Lindsey nahm sein Angebot dankbar an und es wurden mehrere Küsse, ehe er sich endlich von Charles löste und sein Gesicht in die Halsbeuge des größeren Mannes schmiegte, der beschützend die Arme um ihn legte, ihn noch einen Moment länger hielt, bis sich Lindsey wieder selbständig von ihm löste.
„Gehen wir, bevor uns noch jemand so sieht“, flüsterte der bedauernd.
Lindseys geradezu erbärmlicher Zustand erwies sich als äußerst hilfreich. Niemand stellte dumme Fragen, es kamen nicht mal blöde Bemerkungen. Charles wurde die Tür geöffnet und er geleitete Lindsey in seine Zelle, nahm ihm die Handschellen ab. Der junge Mann wirkte noch immer reichlich verloren und es schmerzte Charles ungemein, dass er ihn jetzt so zurücklassen musste. Aber es war höchste Zeit für ihn, bei der Arbeit zu erscheinen.
„Du kommst klar, oder?“, erkundigte er sich leise. Lindsey nickte langsam. „Versuch ein wenig zu schlafen. Ich sehe nach dir, sobald ich da oben mal für ein paar Minuten verschwinden kann.“ Wieder erhielt er nur ein Nicken als Antwort und das machte es ihm noch schwerer, Lindsey stehen zu lassen. „Bis später.“ Lindsey zwang sich zu einem Lächeln.
„Nun geh schon. Ich werde mich schon nicht in die Ecke hocken und heulen. Ich hab mich wieder im Griff.“ Charles hauchte einen sanften Kuss auf Lindseys Lippen.
„Okay. Bis dann.“ Damit wandte er sich um und ging zur Tür. Als er hinaustrat, warf er noch einmal einen kurzen Blick auf Lindsey und stellte beruhigt fest, dass der in der Zwischenzeit zu seiner ungemütlichen Pritsche gegangen war und sich darauf eingerollt hatte, ehe die Tür ins Schloss fiel.
„Sieht ja ganz schön fertig aus.“ Der Wärter grinste boshaft. „Haben Sie ihn wohl endlich gebrochen, nicht wahr, Mr. Gunn?“
„So gut wie.“ Charles nickte fest. „Keine Besuche, verstanden? Auch nicht aus anderen Dimensionen. Wenn jetzt was schief läuft, kann ich von Vorne anfangen. Ich will wissen, was er isst, was er tut, verdammt, ich will wissen, wann er aufs Klo geht. Habe ich mich deutlich ausgedrückt? Nichts, aber auch gar nichts darf ohne meine Zustimmung mit ihm gemacht werden.“
„Natürlich, Mr. Gunn. Ich habe schon verstanden.“
„Und behalten Sie ihn im Auge. Er ist völlig instabil. Sollte er zusammenbrechen, will ich sofort informiert werden. Wer weiß, wozu er im Stande ist.“
„Sehr wohl“, bestätigte der Wärter erneut.
„Gut.“ Damit ließ Charles den Mann stehen.
~*~
Er hatte kaum den Aufzug verlassen, da hatte ihn Angel in sein Büro gerufen. Eigentlich hatte sich Charles auf weiteren Ärger wegen seiner angeblich unzureichenden Arbeitsmoral gefasst gemacht, doch stattdessen hatte ihm der Vampir erklärt, dass er gleich ein wichtiges Meeting habe und Charles als Leiter der Rechtsabteilung dabei sein solle.
Das Meeting verlief alles andere als positiv und auch wenn er in den letzten Tagen schon häufiger das Gefühl gehabt hatte, dass Angel zunehmend den falschen Weg ging, hätte Charles niemals damit gerechnet, dass er sich dermaßen von all ihren Prinzipien abwenden wollte. Irgendeine Kreatur aus der Hölle im Körper einer recht hübschen Frau, die sich in den Kopf gesetzt hatte, Präsidentin zu werden, verlangte, dass sie das Leben eines rechtschaffenen Mannes zerstörten und Angel stimmte zu. Charles war fassungslos und entsetzt.
Gleich darauf setzte der beseelte Vampir, über dessen Vorhandensein einer Seele sich Charles längst nicht mehr sicher war, noch einen drauf, indem er Wesleys Bemühen einen Dämonen festzunageln, der bereits drei Menschen in drei Nächten auf dem Gewissen hatte, vollkommen abblockte und das junge Mädchen, das in der vergangenen Nacht in Stücke gerissen worden war, als Kleinigkeit abtat. Eine Lappalie.
Schon gegen Mittag hatte Charles die Nase voll und wollte nur noch weg. Doch stattdessen machte er sich nach dem Meeting auf den Weg zu Wesley. Sie mussten wirklich etwas unternehmen. Er konnte nicht mehr tatenlos zusehen.
Als er das Büro des Briten betrat, saß der an seinem Tisch und starrte mit offenem Mund auf ein Buch. „Wes, wir haben ein echtes Problem. Es ist wegen Angel. Er …“
„Moment.“ Wes senkte den Blick erneut, runzelte die Stirn. Verwirrt sah ihn Charles an.
„Wes?“ Es dauerte einen Moment, bis Wesley reagierte. Doch das, weswegen er gekommen war, bekam Charles auch dieses Mal nicht. Wesley faselte etwas von einem Symbol und einem Hinweis, war aber kaum ansprechbar. Stattdessen fing er an, wie wild Bücher zu wälzen. Seufzend verließ Charles schließlich sein Büro wieder.
Unschlüssig stand er vor Wesleys Tür und wusste nicht, wohin. Er konnte sich jetzt nicht an seinen Schreibtisch setzen, so tun als wäre nichts und ein paar Akten wälzen. Am liebsten wäre er zu Lindsey gegangen, doch er wollte den jungen Mann nicht auch noch mit seinen Problemen belasten. Letzten Endes entschloss er sich jedoch, trotz allem zu Lindsey zu gehen. Er musste ihm ja nicht gleich berichten, was ihn beschäftigte. Ihn einfach nur sehen, etwas Zeit mit ihm verbringen, das wäre vollkommen ausreichend, um sein aufgewühltes Gemüt etwas zu beruhigen. Zumindest hoffte Charles das.
Als er wenig später die Zelle betrat, lag Lindsey noch immer auf der Pritsche, zuckte jedoch zusammen, als er die Tür hörte. Er schien also nicht zu schlafen. „Hey, ich bin’s“, meinte Charles leise, um ihm die womöglich vorhandene Angst zu nehmen. Lindsey drehte sich sofort um und strahlte ihn an.
„Hey, du bist bald zurück. Nicht viel los?“
„Eigentlich eine Menge, aber ich denke nicht, dass mich irgendwer dort oben vermissen wird … Irgendwie läuft alles völlig falsch.“
„Hier unten wirst du vermisst.“ Lindsey lächelte sanft. „Was ist denn los?“ Charles schüttelte matt den Kopf.
„Zerbrich dir nicht den Kopf darüber. Ich bin nicht hier um mich auszukotzen.“
„Warum nicht? Würde dir vielleicht ganz gut tun. Kann ich denn irgendwas tun? Dir irgendwie helfen?“, erkundigte sich Lindsey vorsichtig. Charles schüttelte langsam den Kopf.
„Nein. Ich denke nicht. Es ist nur …“ Er seufzte, betrachtete Lindsey nachdenklich. Ein Gedanke, den er schon sehr lange nicht mehr gedacht hatte, kam wieder zurück: Lindsey ist der Feind. Doch zur gleichen Zeit war da eine Stimme, die aufbegehrte, dass er sicherlich kein Feind war, dass selbst Lindsey mit all seinen kleinen Spielchen nicht dazu übergehen würde, seinen Körper zu verkaufen, um ihm oder Angel zu schaden, dass Aaron echt war, die Freundschaft zwischen ihm und Lindsey real war.
„Okay. Den Blick hattest du schon lange nicht mehr, wenn du mich angesehen hast. Was ist los?“, meinte Lindsey fast schon gekränkt. Ein trauriges Lächeln stahl sich auf seine Lippen. „Du vertraust mir nicht, habe ich Recht? Du denkst immer noch, dass ich dir in den Rücken fallen werde, sobald ich dazu die Gelegenheit habe.“
„Ja. Der Gedanke schoss mir gerade durch den Kopf.“ Charles sah keinen Sinn darin, es zu leugnen. Er war Lindsey die Wahrheit schuldig. Lindsey biss hart die Zähne aufeinander und nickte dann knapp. Wortlos wandte er sich um und rollte sich erneut ein, zeigte Charles nur noch die kalte Schulter. Doch der lächelte und trat näher. Neben der Pritsche ließ er sich auf den Boden sinken und betrachtete Lindsey mit sanftem Blick. Für einen winzigen Moment hatte er den Eindruck, dass Lindsey etwas sagen wollte, doch der schwieg weiterhin.
„Lindsey, ich will, dass du mich ansiehst“, meinte er sanft.
„Befehl?“
„Eine Bitte. Wir spielen nicht, ich habe kein Recht, dir Befehle zu geben. Ich möchte dir nur in die Augen sehen.“
„Wozu?“, knurrte Lindsey.
„Bitte.“ Mit einem genervten Seufzen wandte sich Lindsey tatsächlich um.
„Was?“, murrte er missmutig, doch Charles lächelte noch immer.
„Ich habe gesagt, dass mir der Gedanke gekommen ist. Und das ist wahr. Ich kann es nicht einfach abstellen, verstehst du? Jahrelang haben wir auf unterschiedlichen Seiten gespielt und vermutlich tun wir das jetzt noch.“
„Ich spiele auf gar keiner Seite mehr. Ich will einfach nur meinen Frieden finden.“ Charles nickte langsam und streckte seine Hand aus, um Lindseys Wange zu berühren. Doch der wich vor seiner Berührung zurück.
„Aber du hast nicht mitbekommen, welchen Entschluss ich gefasst habe“, griff Charles das Thema erneut auf. „Ich kenne einen völlig anderen Menschen als meine Freunde. Ich weiß viele Dinge von dir, sehr persönliche Dinge, die du mir alle offen gelegt hast. Und mir ist egal, was Angel und die anderen sagen, Lindsey. Ich vertraue dir.“
„Wirklich. Wäre ja mal ne willkommene Abwechslung.“ Lindseys Stimme hatte einen reichlich sarkastischen Klang, als er die wenigen Worte aussprach, doch da leuchtete Hoffnung in seinen Augen.
„Ja. Wirklich.“ Charles nickte bestimmt. „Warum ich dir eigentlich nicht erzählen wollte, was läuft, hat einen anderen Grund. Ich will dich nicht zusätzlich belasten. Du hast genug Sorgen.“
„Geteiltes Leid ist halbes Leid“, meinte Lindsey sanft. Charles nickte langsam.
„Es ist wegen Angel.“ Er seufzte. „Er verändert sich. Zunehmend. Ich erkenne ihn nicht wieder und das macht mir Sorgen.“
„Wie meinst du das?“
Seufzend erzählte Charles, was sich in letzter Zeit zugetragen hatte. Lindsey hörte schweigend zu. Er unterbrach ihn nicht, machte keinerlei abwertende Bemerkungen. Gar nichts.
„Irgendwas geht vor“, schloss Charles schließlich. „Und ich hab kein gutes Gefühl bei der Sache.“
„Lach nicht, wenn ich das jetzt sage, aber ich hab schon seit ner Weile ein recht ungutes Gefühl. Irgendwas wird passieren, es bahnt sich was an. Da gebe ich dir absolut Recht. Und es ist was großes. Aber ich hab keine Ahnung, was.“ Lindsey sah ihn an. Seine Augen sprachen Bände. Er hatte Angst. Unbestimmte Angst, die er nicht benennen konnte und er kam sich kindisch deswegen vor. Charles strich ihm sanft über die Wange.
„Ja. Irgendwas richtig Großes und ich persönlich finde, wir sollten sicherstellen, dass wir nicht in die Schusslinie geraten.“
„Das nenne ich doch mal einen guten Plan.“ Lindsey grinste. „Wann musst du wieder zurück?“ Charles zuckte die Schultern und sah Lindsey nachdenklich an. Es lag eine seltsame Spannung in der Luft, elektrisierend. Aber er wusste nicht, woher das kam. „Bist nicht in Eile, huh?“
„Ganz sicher nicht. Komme mir da oben im Moment ohnehin reichlich überflüssig vor.“
„Na, dann bleib einfach hier. Uns fällt schon was ein, um uns die Zeit zu vertreiben, nicht wahr?“ Lindsey grinste anzüglich.
„Hm. Mag dich ja wirklich, Lindsey. Aber nach ner Session steht mir grad echt nicht der Sinn.“
„Davon rede ich auch nicht.“ Lindsey rutschte von der Pritsche und hockte vor Charles, der die Beine leicht spreizte, um ihm Platz zu machen.
„Was hast du dann vor?“, erkundigte sich Charles stirnrunzelnd.
„Dich auf andere Gedanken bringen. Und wenn es nur für kurze Zeit ist. Ich will dich nur küssen.“ Lindsey lächelte als er sich aufrichtete, vorbeugte und Charles’ Lippen mit seinen eigenen verschloss. „Sei denn, du hast was dagegen“, murmelte er an den Lippen des anderen Mannes und wanderte sanft küssend über Charles’ Kinn zu seinem Hals, um zärtlich an der weichen Haut zu knabbern. Charles ließ den Kopf leicht zur Seite rollen und schmunzelte.
„Wie könnte ich?“, flüsterte er und ließ sich die Zärtlichkeiten gefallen, die ihn wirklich wieder auf ganz andere Gedanken brachten. Angel rückte in weite Ferne, während Charles seine Hände unter Lindseys Hemd schob und seine Haut liebkoste.
Er konnte ein leises Keuchen nicht unterdrücken, als sich Lindsey gegen ihn drängte, die Küsse langsam aber stetig an Intensität zunahmen. Charles hatte das Gefühl als würden bei ihren heftigen Küssen Funken überspringen, die ihn in Brand steckten. Irgendwann hatte er sich von der Wand gedrückt um Lindsey näher sein zu können, mehr Kontakt, mehr Berührung. Charles wusste nicht mehr wann das passiert war, aber sie lagen mittlerweile auf dem kühlen Boden. Verlangende Küsse, Berührungen ohne Unterlass, Keuchen, das dem anderen Mitteilte, wie sehr sie einander wollten und wenn der Boden nicht so kalt gewesen wäre, hätte Charles sich längst an Lindseys Kleidung zu Schaffen gemacht. Er wollte Haut. Er brauchte Haut. Nähe, Feuer, er sehnte sich so sehr danach.
Sein Körper brannte vor Verlangen nach Lindsey. Sie atmeten beide schnell. Irgendwann streckte sich Lindsey unter ihm nach der Pritsche. Seine Hand erreichte die recht dünne Decke und er zerrte sie herunter, breitete sie zwischen einem halben Dutzend weiterer brennender Küsse über sie beide, packte Charles dann in einem festen Griffund drehte sich mit ihm in den Armen herum, so dass die Decke unter ihnen lag und er auf Charles.
Er gab Charles nicht genug Luft zum Atmen, nicht genug Zeit, um großartig nachzudenken, nicht die Gelegenheit, um zu fragen was er vorhatte. Rollende Bewegungen von Lindseys Hüften, die ihre wachsenden Erregungen gegeneinander pressten, aneinander rieben, raubten Charles das letzte bisschen Verstand. Es machte ihn wahnsinnig, dass so viele Schichten Stoff ihre bebenden Körper voneinander trennten. Ungeduldig zerrte er Lindseys Hemd nach oben, der gerade lange genug von ihm abließ, damit Charles ihm das Shirt über den Kopf ziehen konnte. Gleich darauf richtete er sich weit genug auf, damit es ihm der andere gleich tun konnte. Es war kühl im Raum, doch das störte sie nicht, denn ihre Körper standen in Flammen.
Irgendwo in einer Ecke seines Gehirns erwachte der drängende Gedanke, dass er nicht haben konnte, wonach es ihn so sehr verlangte. Kein Gleitmittel, keine Kondome, dröhnte es in seinen Ohren, ließ seinen Körper noch mehr zittern. Ein weiterer, verzehrender Kuss, nicht genug Haut, nicht nah genug. Nie nah genug. Lindseys nackte Brust rieb gegen seine, nicht minder verlangend und drängend. Charles Hände zerrten und zogen an Lindseys Hosenbund, die Aufgabe die Jeans von seinem Körper zu schieben erschwert durch Lindseys drängende Bewegungen gegen seinen eigenen Körper, irgendwann doch bewältigt. Charles schob seine Hände zwischen ihre Körper, um sich ebenfalls seiner Hose zu entledigen, nicht minder schwer als zuvor Lindseys Hose zu entfernen.
Lindsey riss sich gewaltsam von seinen Lippen los, stöhnte, biss etwas unsanft in seine Schulter, küsste seinen Weg zurück über Charles’ Hals, knabberte sanft an seinem Ohrläppchen.
„Willst du mich, Charles?“, flüsterte er mit zitternder Stimme.
„Ja, verdammt.“
„Sag mir, dass du mich willst. Bitte. Sag es.“ Denken war unmöglich. Nur noch reagieren. Kein richtig oder falsch, keine Regeln, kein Wissen.
„Lindsey, bitte! Ich will dich. Ich will dich so sehr.“ Arme, die sich wie ein Schraubstock um Lindseys Oberkörper legten, ihn noch enger an sich pressten, ihre Hüften drängten gegeneinander, verzweifelte Versuche, sich noch näher zu sein, das Brennen zu löschen, die Sehnsucht zu bedämpfen, völlig sinnlos, da ihre Nähe zueinander genau das Gegenteil bewirkte.
„Ich will dich in mir spüren“, keuchte Lindsey. „Fuck, bitte. Nimm mich!“ Charles stöhnte frustriert auf, knurrte enttäuscht.
„Lindsey! Ich will dich wirklich, aber wir können nicht …“ Ein weiteres, heftiges Stöhnen, als sich Lindsey aus seiner Umklammerung schlängelte, an seinem Körper tiefer wanderte, küssend, streichelnd, einen Kuss auf Charles’ Spitze setzte, ehe er ihn mit der Zunge umkreiste, kosend darüber leckte. Charles stöhnte, drängte ihm entgegen. Nur ein geringer Trost, angesichts der Tatsache, dass er eigentlich etwas ganz anderes wollte. Er schloss die Augen, biss sich auf die Unterlippe. Gleich darauf riss er die Augen irritiert wieder auf, richtete sich weit genug auf, um an sich hinunterblicken zu können, als er etwas seltsam Kühles gegen seine Spitze fühlte. Mit offenem Mund beobachtete er, wie ihm Lindsey in aller Seelenruhe das Kondom überstreifte.
Dann bewegte er sich wieder nach oben, in der Hand eine Tube Gleitmittel, ein Grinsen auf den Lippen. „Mit besten Empfehlungen von einem Gönner“, grinste er. „Ich hoffe, du hast es ernst gemeint, sonst werd ich jetzt richtig ungemütlich“, flüsterte er dicht an Charles Lippen.
„Mir war noch nie etwas so ernst“, gab Charleszurück. Erneut schlang er die Arme um Lindseys Körper, küsste ihn heftig, während sie ein weiteres Mal auf der Decke herumrollten und somit die Positionen wechselten. Er fischte das Gleitmittel aus Lindseys Hand und küsste ihn erneut. „Lass es mich machen“, bat er. Lindsey nickte schien kurz zu überlegen, rollte sich dann auf die Seite. Charles war froh darüber. Er wollte Lindsey dabei so nahe wie möglich sein und mit der äußert ungemütlichen Unterlage schien ihm diese Stellung auch am behaglichsten.
Er drückte etwas von dem Gleitgel in seine Hand und beugte sich dann über Lindsey, der seinem Kuss bereits begegnete. Der junge Mann keuchte ergeben in den Kuss hinein, als Charles verlangend mit dem Finger in ihn drängte. Eigentlich wollte er genauso sanft sein, wie Lindsey es bei ihm gewesen war, doch es fiel ihm extrem schwer, die nötige Geduld dafür aufzubringen. „Weiter!“, trieb ihn der junge Mann sogleich an und Charles nahm einen zweiten Finger dazu und schon bald darauf einen dritten. „Charles!“ Lindsey keuchte, suchte erneut nach seinen Lippen. Schweiß brach ihnen längst aus allen Poren, ihre Körper glänzten, von einem dünnen Film überzogen, zitterten, voller Erwartung und Verlangen. Endlich löste sich Charles von Lindsey, verteilte noch etwas von dem Gleitgel auf seiner Härte und rutschte dann leicht nach unten, um ihn endlich nehmen zu können.
Er schob sich mit nur einem langsamen Stoß in ihn. Charles wartete einen Moment, beobachtete Lindsey, der mit geschlossenen Augen und einem glücklichen Lächeln in seinen Armen lag. Dann fing er an, sich zu bewegen. Langsam, kraftvoll, genau auf Lindsey achtend damit ihm nicht entging, wann er diesen Punk fand. Er änderte leicht seine Haltung und seinen Eintrittswinkel und mit einem heftigen Stöhnen flogen Lindseys Augen auf. Seine Hand griff nach hinten, wollte Charles noch enger an sich ziehen. Charles grinste wissend, zog sich zurück und drängte noch etwas fester vor. Lindsey stöhnte auf, versuchte ihn anzutreiben, drängte ihm noch mehr entgegen.
Rasch hatte Charles seinen Rhythmus gefunden, hämmerte immer schneller und heftiger in Lindseys willigen Körper, entlockte ihm lauter werdendes Stöhnen, brachte ihn zum Wimmern, indem er sich ruhig hielt oder sich ganz aus seinem Körper zurückzog, nur um erneut in ihn zu stoßen. Es heizte ihn nur noch mehr an, zu sehen, wie sehr Lindsey sich nach ihm verzehrte und er kostete es aus, so lange er konnte.
Als ihm klar wurde, dass er rasend schnell auf seine Grenzen zuraste, griff er nach Lindseys Härte, massierte ihn mit der noch immer vom Gleitmittel leicht schmierigen Hand, um ihn mit sich zu nehmen, gemeinsam zu stürzen. „Lindsey!“ Er keuchte vor Anstrengung. „Bist du bereit? Wirst du mit mir kommen?“
„Ja.“ Lindsey drängte sich ihm noch stärker entgegen. Haut auf Haut schuf immer neue Brandherde, zitternde, vor Verlangen bebende Körper, die einander entgegendrängten.
„Komm für mich Lindsey. Komm mit mir.“ Stieß Charles hervor, grub sich tief in Lindseys Enge, pumpte an seiner Erregung. Lindsey drehte den Kopf zur Seite, biss heftig in seinen eigenen Oberarm, bedämpfte den erleichterten Aufschrei, als er sich zuckend in Charles Hand ergoss. Das Krampfen seiner Muskeln riss Charles mit sich, der allerdings in Lindseys Schulter biss, um die Geräusche seiner Lust zu bedämpfen.
Keuchend, eng aneinandergedrängt, bebend lagen sie auf der Decke auf dem kühlen Boden. Charles zog sie langsam aus Lindseys Körper zurück, doch zu mehr war er beim besten Willen nicht in der Lage. Sein Körper gehorchte noch nicht so recht. Das einzige, was ihm noch gelang, war, sich enger an Lindsey zu pressen und die Decke über sie beide zu ziehen, so gut es ging. Er drückte den Kopf in die Halsbeuge des jungen Mannes und sog tief seinen Geruch ein.
Selbst hier unten in der Gefangenschaft dachte er bei Lindseys Geruch an Freiheit und Sonne, an Whiskey und Musik. An weite Felder, Pferde und einen schäbigen Pick Up, der in den Sonnenuntergang fuhr. Er musste lächeln. Lindsey war all das und so viel mehr.
*lol* Feiertage und Wochenenden sind immer so schön Leser- und Kommentararm. Aber anstatt hier zu warten, dass noch mehr kommis kommen, mach ich einfach mal weiter. *shrugs*
Danke an die wenigen, die sich doch die Zeit genommen haben, um zu lesen, zu kommentieren und abzustimmen. ;) Und danke an die, die es im Nachhinein noch machen wollen bzw. gemacht haben.
@DrusillaCallsIn: *lol* Der Grund warum Gunn ein unbeschriebenes Blatt in Sachen BDSM ist (was die Geschichte auch ordentlich in die Länge zieht/gezogen hat) ist, dass ich dem Leser die Chance geben wollte, der Sache folgen zu können. Sonst hätte wohl niemand die Geschichte verfolgt. :D
Freut mich aber sehr, dass dich die Neugierde doch bei der Stange hält und sorry wegen der vielen Erklärungen und "Fachausdrücke" aber das ist jetzt eh schon überstanden ;)
Mach weiter so. Ich liebe diese Geschichte.
Das ist ein sehr, sehr großes Lob für mich! *rotwerd* Vielen Dank für deinen lieben Kommentar!!!
@Meg: Kapitel 13 hatte ich ungefähr 5 mal unter dem Messer. Ich hab das Ding unzählige Male gelesen und überarbeitet. Die erste Version davon war so richtig blöd und schlecht, aber mittlerweile geht es. Freut mich wirklich sehr, dass es dir gefallen hat. Dann hab ich die Stunden nicht umsonst investiert ;)
Vielleicht les ichs noch mal.... ^^
Awwww! das is echt süß. Wäre ja wirklich ein Hammer-Lob, wenn du das tatsächlich nochmal gelesen hast! Danke auf jeden Fall für deinen süßen Kommentar!