
Autor: fallenAngel
Titel: Carry on my Wayward son
Inhalt: „Wenn du meine Bedingung akzeptierst, dann trink.“
Ohne zu zögern griff Meredith nach dem Glas. „Dein Leben liegt ebenso in meinen Händen, wie meines in den deinen.“
Ein leiser Fluch entwich ihm und er fügte sich seinem Schicksal.
"Ich werde das nicht zulassen.“ Kathrines porzellanfarbene Haut stach gespenstisch aus ihrer Umgebung hervor. Ihr schwarzes, edles, schlichtes Kleid umspielte ihren Körper in einer atemberaubenden Eleganz und ließ Damons Herz mit bewundernder Leidenschaft anschwellen.
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Teil: 4/?
Disclaimer: Alle in dieser Story verwendeten Charaktere und Grundkonzepte sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Sie werden einzig und allein zu Unterhaltungszwecken genutzt. Eine Copyright-Verletzung ist weder beabsichtigt noch impliziert.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Damon/Meredith; Damon/Kathrine
Kommentar: Ist noch jemand da? ^^ Ich senke in Schande mein Haupt, aber es gab einige Gründe für mein langes Fehlen ;). Mehr dazu am Ende der Story. Viel Spaß und ich danke allen Lesern, Punktegebern und Kommischreibern! Ihr seid klasse :D.
Carry on my Wayward son
Teil 4
Es hatte den faden Beigeschmack von Selbstverleugnung. Selbstverleugnung und Ironie des Schicksals. Eine grausame und vernichtende Ironie. Allerdings bedeutete es nicht die Vernichtung für die dafür bestimmte Seite. Nein, dieses eine Mal nicht, dieses eine Mal betraf es seine Seite.
Normalerweise war er derjenige, der die Vernichtung oder gar den Tod brachte. Er war der Marionettenspieler mit dem perfiden Plan, der alle ins Verderben stürzte und ihm das Hochgefühl der Macht einbrachte.
Ihn bettelten die Opfer an, ihr Leben zu verschonen. Er sollte entscheiden, wer weiterspielen durfte und wessen Fäden endgültig durchtrennt wurden. Doch heute drangen die Schreie nicht aus einer fremden Kehle und brachten die Verzückung; heute drangen sie aus seinem Inneren. Ungehört, aber nicht mindern gepeinigt, schrie alles in ihm danach es zu verhindern. Ihren Tod, Meredith´ Tod.
War es, weil sie ihren Namen genannt hatte? Wäre es leichter gewesen, wenn sie nur ein Gesicht, ein weiterer namenloser, lebloser Körper in seinem Leben gewesen wäre?
Diese Frage war wirklich interessant und fesselnd und er wusste nicht, ob er die Antwort, die er händeringend suchte eigentlich finden wollte.
Ohne darauf geachtet zu haben, starrte er sie ununterbrochen an. Die junge Frau, mit der er tanzte, bekam nur wenig seiner Aufmerksamkeit. Sie selbst merkte davon augenscheinlich nichts. Zu sehr war sie damit beschäftigt ihr Bowleglas zu leeren und sich versunken in dem Rhythmus der Musik treiben zu lassen. Eigentlich war er überflüssig, aber das war ihm nur Recht.
William hatte Meredith mit der ihm gegebenen Möglichkeit dazu gebracht, dass sie auch mit ihm tanzte. Jedoch bildete sich Damon ein, schimmerte in ihren Augen ein Hauch von Trotz.
Die Party war in vollem Gange und die Vampire hatten sich allmähliche ihre Favoriten aus der Menge gepickt und sie umgarnt. Er schätzte, dass die Zeit langsam aber stetig knapp wurde. Viel zu knapp um die ersehnte, unerwünschte Antwort zu finden.
Also würde er widernatürlich seiner Art ohne einen Plan und feste Vorstellungen vorgehen müssen. Erst handeln, dann denken war in diesem Fall die Devise und sie gefiel ihm gar nicht. Sein ursprünglicher Plan war gefährdet und doch sah er sich nicht in der Lage von seiner lächerlichen Heldentat abzusehen.
Missmutig und zugleich von einer seltsamen Erregung ergriffen, machte er sich darauf gefasst William davon zu überzeugen, dass sein Spielzeug ihm nicht würdig war. Zeitdruck und ein unbändiger Drang ließen ihn unruhig werden. Fühlte es sich so an, wenn man das Richtige tat?
Sein Körper versteifte sich und seine Füße standen bewegungslos auf dem Boden. Unstetig glitten seine Augen über Meredith und er zuckte fast schuldbewusst zusammen, als er ihren Blick traf. Sie fixierte ihn und er konnte Enttäuschung in diesen braunen, warmen Haselnüssen erkennen. Es war ein Stich, ein unerwarteter Schmerz, der seine Hand ungläubig zu seiner Brust beförderte. Ohne dass er es zu steuern vermochte verkrampften sich seine Finger in dem gebügelten Hemd.
Der Schock dauerte nur wenige Sekunden, doch er war lang genug um ihm Angst zu machen. Hektisch versuchte er das zerknitterte Hemd wieder glatt zu streichen und die Haltung zu wahren, doch es war vergeblich.
Er tat so etwas nicht.
Wenn es eine Entscheidung zu treffen galt, dann wählte er grundsätzlich den einfachsten und moralisch fehlgeleiteten Weg. Außerdem zerknitterte er keine 300 Dollar Hemden mit einer unbeholfenen Geste. Unbeholfen, dieses Wort existierte nicht in seinem Wortschatz und vor allem mochte er keine Falten!
Kathrines Stimme riss ihn unsanft aus seinen Selbstzweifeln: „Damon, du verschlingst unser tapferes kleines Rotkäppchen nahezu mit deinen Blicken. Soll ich William fragen, ob er dir einen Schluck übrig lässt?“
Ihre Stimme und ihr abfälliger Tonfall legten einen Schalter in seinem Kopf um und dafür war er mehr als dankbar. Sein Blick wurde anzüglich und er zog seine ehemalige Geliebte nahe an seinen Körper.
„Du weißt doch, ich teile nicht gerne.“
Seine Zunge leckte eine Spur über ihren Hals und er biss spielerisch hinein. Kathrine wurde zu Wachs in seinen Händen.
„Was hältst du davon, wenn ich sie dir zum Geschenk mache? Sieh es als eine Art Wiedergutmachung. Eine kleine Gefälligkeit um unseren Neustart zu versüßen.“
Die Aussicht es so einfach zu haben war wunderbar, doch er wollte es nicht riskieren.
Träge zeichnete er auf ihrem schmalen Rücken Kreise und spielte mit der freien Hand an ihrer Halskette.
„Wie wäre es, wenn ich lieber dich möchte?“
Sie lachte geschmeichelt.
„Tut mir Leid, ich werde bereits zurückerwartet und Frank ist im wahrsten Sinne des Wortes ein leckeres Exemplar seiner Spezies. Aber ich werde auf dieses Angebot zurückkommen.“
Damon ließ es sich nicht nehmen schmollend den Mund zu verziehen.
„Und was wird Frank dazu sagen?“
„Oh, mach dir keine Sorgen. Er wird uns nach dieser Nacht nicht mehr im Weg stehen.“
Ohne weitere Zeit zu vergeuden zog er sie in einen feurigen Kuss. Als sie sich schwer atmend von einander lösten, flüsterte er ihr rau ins Ohr: „Dann beanspruche ich nun meine Entschädigung und ich will sie alleine genießen. Du hast sicher nichts dagegen.“
Sie lächelte wissend und zog ihn in Williams Richtung.
„Geh zurück zur Bar. Rechts an der Wand, hinter dem Tresen ist eine Tür. Sie führt zu privaten Zimmern. Nimm dir eins, du findest dort alles vor, was du brauchst.“
Damon nickte zufrieden und beobachtete mit Genugtuung, wie William seines Spaßes beraubt wurde und sich wütend in die Menge verkroch. Seiner Chefin zu widersprechen wagte er nicht. Den angestauten Zorn würde sein Opfer am heutigen Abend zu spüren bekommen.
Damon stand nun Meredith allein gegenüber und es war zum ersten Mal seit 145 Jahren, dass er sich menschlich fühlte. Es war kein gutes Gefühl. Es bedeutete Unsicherheit, Nervosität, Selbstzweifel. All die Dinge, denen er nicht nachgetrauert hatte. All die Dinge, die Schwäche bedeuteten. Sein Körper war angespannt und sein Blick bohrte sich in ihren. Vielleicht wollte er von ihr wissen, ob er das Richtige tat, suchte dort Dankbarkeit oder Bestätigung. Vielleicht waren es aber auch nur ihre wunderschönen braunen Augen, die ihn faszinierten.
Eine kleine Ewigkeit standen sie sich gegenüber, bevor endlich Leben in ihn zurückkehrte und er in der Lage war die menschlichen Emotionen einzudämmen. Vorsichtig legte er einen Arm um ihre Taille und zog sie an sich. Sie reagierte nicht. Wie eine Marionette ließ sie sich von ihm dirigieren. Sich Williams bohrenden Blicken durchaus bewusst, senkte er seinen Kopf und flüsterte in ihr Ohr:
„Wenn du mich lässt, dann werde ich dich hier lebend rausholen. Die einzige Bedingung ist, du musst mir vertrauen.“
Auf seinen Lippen hatte sich ein seltsames Prickeln ausgebreitet. Es verlangte ihm danach seine Worte mit einem Kuss zu verdeutlichen, doch entgegen seinem Bedürfnis löste er sich von Meredith und ging in Richtung Ausschank. Seine Finger tasteten unterdessen in seiner Jackettasche nach einem kleinen Fläschchen, dass er unauffällig entkorkte und in der Innenfläche seiner Hand verschwinden ließ.
Als er an der Bar angekommen war entschied er sich für die Feuerzangenbowle, die zur Selbstbedienung neben dem Tresen auf einem Tisch platziert worden war. Mit geschickten Griffen schnappte er sich ein Glas, füllte die alkoholische Flüssigkeit hinein und gab unbemerkt ein paar Tropfen der Ampulle hinzu.
In einer fließenden Bewegung ließ er das Eisenkrautextrakt wieder verschwinden, verschloss es und kehrte zu Meredith zurück.
Sie stand noch immer regungslos dort und das Einzige, was davon zeugte, dass sie überhaupt aus Fleisch und Blut war, war das angriffslustige Funkeln in ihren Augen. Damon musste grinsen angesichts ihrer Kampfeslust und reichte ihr das Getränk.
„Wenn du meine Bedingung akzeptierst, dann trink.“
Ohne zu zögern griff sie nach dem Glas, ließ ihn allerdings nicht eine Sekunde aus den Augen, während sie trank.
Die Wirkung des Eisenkrauts setzte augenblicklich ein und er konnte sehen, wie sie die Kontrolle über ihren Körper zurückerlangte. Obwohl die Anspannung nicht von ihr abfiel, erkannte er Neugierde in ihren Zügen. Sie brauchte die Frage nicht zu stellen, um eine Antwort zu erhalten.
„Das ist Eisenkraut. Solange es in deinem Organismus ist, kann kein Vampir dich beeinflussen.“
Sie nickte verstehend und Damon kam nicht umhin sie zu bewundern. Sie war so ruhig und gefasst. Nicht viele Menschen hätten in dieser Situation die Kontrolle behalten. Es waren definitiv zu viele und wahrlich beängstigende Informationen, die sie erhalten hatte und doch schien sie erst einmal das Beste daraus machen zu wollen, bevor sie sich dem Chaos ihrer Verwirrung hingab.
Noch während er selbst damit beschäftigt war Herr seiner eigenen Verwunderung zu werden, streckte sie bereits auffordernd die Hand aus.
„Gib es mir!“
Ein raues, belustigtes Lachen entsprang seiner Kehle und obwohl er verstand, ergriff er ihre Hand und begann sie im Rhythmus der Musik zu führen.
„Er beobachtet uns.“
Es war unnötig ihr mehr als diesen Brocken an Information zu geben. Entweder war sie vollkommen in der Lage seine Aussagen zu deuten oder immerhin clever genug nicht nachzufragen.
Eine Zeit lang wiegten sie sich schweigend im Takt der Musik, bis sie seinen Kopf zu ihr hinabzog und ihrerseits in sein Ohr flüsterte.
„Steck es in die Rücktasche meiner Jeans.“
Er hob etwas seinen Kopf um sie ansehen zu können und neckte sie: „Wir kennen uns seit einem Tag und du willst, dass ich dir an den Hintern fasse?“
Der Satz war ihm schneller über die Lippen gekommen, als ihm lieb war. Es war dumm und ungeschickt. Sie durften sich nicht verraten und würde sie nun rot werden oder ihm gar die Leviten lesen, so stand nicht nur ihr Leben auf dem Spiel. Zum Glück war sie jedoch bedachter als er, eine Tatsache, die ihn ärgerte. Sie lächelte und drückte sich näher an ihn. Ihre Körpersprache war das Gegenteil von ihrem abweisenden Ton.
„Dein Leben liegt ebenso in meinen Händen, wie meines in den deinen.“
Ein leiser Fluch entwich ihm und er fügte sich seinem Schicksal.
„Es ist mein Eisenkraut, ich hab es hergestellt.“
„Tja und nun wird es dich zum Helden machen und vielen unschuldigen Leben wenigstens den Hauch einer Chance geben. Glaub mir, es wird deiner verdammten Seele nicht schaden, wenigstens einen Bruchteil ihrer Schuld aufzuwiegen.“
„Autsch...“, war alles, was er darauf noch erwidern konnte, ehe sie sich mit einem bittersüßen Kuss der Missachtung verabschiedete und in Richtung Feuerzangenbowle verschwand.
Unbeobachtet entleerte sie das Fläschchen in der Schale und Damon blieb nur noch die Hoffnung, dass sich so schnell keiner nachschenken würde und das Chaos erst nach ihrer Flucht ausbrechen würde.
Nachdem Meredith wieder zurück war, vergeudeten sie keine Zeit mehr. Der Türsteher registrierte sie nicht einmal, als sie in den eigentlichen Club verschwanden, zu sehr war er damit beschäftigt von der jungen Frau in seinen Armen zu naschen.
Sie waren bereits am Ausgang, als Damons Gedanken von einer seltsamen Präsenz berührt wurden.
„Das ist interessant. Du rettest das Mädchen?“
Erschrocken fuhr er herum, nur um sich mit dem Wesen in der bodenlangen, schwarzen Kutte konfrontiert zu sehen.
Damon grinste: „Wow, das ist praktisch.“
Ohne lange nachzufragen schnappte er sich die Gestalt, wie einen Kartoffelsack und klemmte sie sich unter den Arm: „Dich hab ich sowieso gesucht. Du kommst mit uns.“
„Mir ist die Möglichkeit gegeben mich von alleine fortzubewegen. Aus diesem Grund würde ich dich bitten mich wieder abzustellen.“
Damon lachte: „Ja natürlich, damit du zu Mami laufen kannst.“
„Ich glaube, du hast nicht recht verstanden. Es war eine höfliche Bitte, die jedoch keiner Notwendigkeit entsprang.“
Damons Erwiderung blieb ihm im Hals stecken, als ein unbändiger Schmerz durch seinen Körper jagte. Sein Griff um seine Last lockerte sich und der Gefangene sprang katzengleich zu Boden.
Augenblicklich verebbte der Schmerz und der gepeinigte Vampir lehnte sich schwer atmend an die Wand.
Meredith eilte an seine Seite und tadelte ihn: „Offensichtlich möchte er nicht mitkommen! Also lass uns ohne ihn gehen oder kommst du nicht damit klar, eine gute Tat zu vollbringen? Musst du es gleich mit Entführung verknüpfen?“
„Oh, ich habe keinen Zweifel daran, dass er sehr gerne mit euch kommen würde. Doch ich werde das nicht zulassen.“
Erschrocken fuhren die beiden Angesprochenen herum. Das Licht im Club war gedimmt. Kathrines porzellanfarbene Haut stach gespenstisch aus ihrer Umgebung hervor. Ihr schwarzes, edles, schlichtes Kleid umspielte ihren Körper in einer atemberaubenden Eleganz. Dieses Erscheinungsbild, gepaart mit dem lieblichen Gesicht und dem wütenden Funkeln Lucifers in ihren Augen, vermittelte das Gefühl einem Racheengel persönlich gegenüber zu stehen. Ihr Anblick raubte Damon fast den Atem und ließ sein Herz mit bewundernder Leidenschaft anschwellen. Dennoch erfasste ihn zugleich tiefe Trauer etwas so Wunderschönes zerstören zu müssen.
Die Atmosphäre war mit einem Mal geladen von Widersprüchlichkeiten. Die Anziehungskraft zwischen den beiden Kontrahenten war greifbar und doch verhießen sie einander den Tod.
Das Aufeinandertreffen zweier uralter, ebenbürtiger Kräfte stand kurz bevor.
Damon setzte eben zum Sprung an, als das Chaos sich auf seine Seite schlug. Die Hölle brach aus den Türen der noblen Schlachterhalle und fiel mit ihren Abscheulichkeiten in den Club ein.
Markerschütternde Schreie, gepaart mit gurgelnden Lauten aus zerfetzten Kehlen und dem tierischen Johlen bezwungender Bestien, verschafften ihm den Vorteil einer Unachtsamkeit seines Gegners.
Kathrine hatte sich für den Bruchteil einer Sekunde ablenken lassen. In dieser Zeit hatte Damon zwei Dinge getan. Er stieß Meredith hinter den schützenden Bartresen und attackierte seine Widersacherin, noch ehe sie sich ihres Fehlers besann.
Der darauf folgende Schlagabtausch war hart und erbarmungslos. Sie schonten weder sich noch ihren Gegner, gingen von der ersten Minute ans Äußerste. Durch seinen kleinen Vorteil hatte Damon die Oberhand, er drängte Kathrine in eine Ecke. Wie eine Furie schlug sie um sich. Doch sie konnte sich aus ihrer schlechten Lage nicht befreien. Als sie mit dem Rücken zur Wand stand, verlor sie durch einen gezielten Schlag von Damon in die Kniekehlen, wortwörtlich den Boden unter den Füßen. Schneller als ein menschliches Auge folgen konnte, war Damon über ihr und bedrängte sie. Dort fand er einen Weg zu ihrer ungeschützten Kehle und versenkte seine Zähne in ihrer Halsschlagader. Er konnte die Position nicht lange halten, doch mit der Macht eines verstoßenen Liebhabers, riss er eine tiefe Wunde in ihren Hals, die Kathrine unwiderruflich schwächte. Sie jaulte auf und bedeckte die Wunde mit ihrer Hand. Auf diese Weise konnte sie ihm nichts mehr entgegensetzen. Allerdings hatte sie den Heimvorteil inne. In der wirren Menschenmenge aus rangelnden, sterbenden Menschen und Vampiren befanden sich auch Teile ihrer Security-Truppe, die sie zu ihrer Unterstützung rief.
Leider waren diese Jungs wie guttrainierte Hunde und kamen dem Ruf ihrer Herrin augenblicklich nach. Würde Damon keine Lösung für dieses Problem finden, bevor sie sich durch die Menschenmassen gedrängt hatten, so sahen seine Chancen gegen das Pack zu bestehen schlecht aus.
Zu seiner Verwunderung schlug sich jedoch erneut das Schicksal auf seine Seite. Anstatt den Trubel des allgegenwärtigen Gemetzels zu nutzen und zu verschwinden, hatte Meredith den Feueralarm aktiviert. Die Reaktion der Masse folgte auf die Sekunde. Anstatt sich gegenseitig zu bekriegen, waren sie nun damit beschäftigt sich gegenseitig niederzutrampeln, um zur Tür zu gelangen.
Kathrine war Damon somit hilflos ausgeliefert. Gefangen in dem Blutrausch und den verletzten Gefühlen hätte er es beinahe zu Ende gebracht. Ihm war nur ein Fehler unterlaufen, just in dem Moment, da er ihren Kopf zwischen seinen Händen hielt, bereit ihr das Genick zu brechen, blickte er in ihre Augen. Er sah darin das Flehen, die Verzweiflung und die Akzeptanz ihrer Niederlage. Warum auch immer blieben seine Hände regungslos um ihren Kopf geschlungen, wie versteinert verharrten sie an ihrer Position und erlaubten es ihm nicht den Triumph über sie zu vervollständigen.
Erneut war ihm die Zeit darüber nachzudenken nicht gegeben und er wurde bestimmt von einer menschlichen Hand von seinem Opfer fortgezogen. Dieser schmächtigen Bitte folgend wandte er sich ab und verschwand mit Meredith in die kühle Abendluft. Kathrines seltsamer Schützling folgte ihnen ohne Aufforderung.
Ihr Weg führte sie geradewegs in die Tiefgarage des Clubs, wo sein geborgter, weißer BMW X5 mit getönten Scheiben, noch immer darauf wartete von ihm abgeholt zu werden.
Aus der Stereoanlage ertönte laute Musik, während sie auf die Schranken der Parkanlage zurasten und sie mit einem hölzernen Splittern durchbrachen.
Once I rose above the noise and confusion
Just to get a glimpse beyond this illusion
I was soaring ever higher
But I flew too high
Hi ihr Lieben ;),
tut mir leid, dass ich euch so lange hab warten lassen! Liest das jetzt überhaupt noch wer? *am Kopf kratzt* Mein Leben ist momentan ziemlich turbulent. Ich bin seit 4 Jahren zum ersten Mal wieder Single und komme nicht wirklich gut damit klar. Diese Tatsache hat sich natürlich negativ auf meine Kreativität ausgewirkt. Ich war dann erstmal 14 Tage in Italien und nun bin ich wieder zurück. Ich verspreche euch, dass die Teile nun wieder regelmäßig kommen werden und hoffe ihr verzeiht mir! *ganz lieb guck*
@Lady_of_Dark333: Schön wieder was von dir zu hören und noch schöner, dass es dir gefallen hat! :D Bin mal gespannt, ob du den Teil noch liest oder ob der Abstand schon zu Groß war *schuldig schaut*. Ich finde auch, dass Meredith besser zu ihm passt, aber ich glaube die Tendenz ist mit diesem Teil nun auch vollkommen klar ^^. Damons Gefühllosigkeit wird nun auch auf eine harte Probe gestellt werden *g*. Ich hoffe du magst ihn dann immer noch :P. Danke für deine lieben Worte, ich hab mich wahnsinnig darüber gefreut *einfach mal Lady knuddelt*!
@Thayet: Meli!!! Meine liebste Meli *knutsch*. Ich hoffe du bist mir nicht bös, dass es nun doch Meredith geworden ist und er sich gegen Kathrine gestellt hat? Damon steht aber in der Tat etwas neben sich und ich denke, dass wird er in der nächsten Zeit noch öfter *gg*. Immerhin hat er jetzt Meredith und ein seltsames Wesen an der Backe. Außerdem wird Kathrine ihr "Wesen" sicher wiederhaben wollen:P. Bin gespannt, was du zu dem Teil sagst und ich drück die mega feste! HDL